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Versuch am Ojos del Salado (Nordchile/Chanaral), 6893m

30/8/2019

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Erster Blick zum Ojos del Salado
Ausgangsort: Chanaral, 0m/Diego de Almagro, ca. 900m
Charakter: Technisch sehr einfache, teilweise aber sehr mühsame Hochtour mit ca. 1050hm während der Gipfeletappe. Die Höhe sieht man ihm nicht an, man könnte sich auch im Death Valley wähnen, wären da nicht die frischen Temperaturen und die doch ein wenig höhere Atemfrequenz. Wohl der höchste Vulkan der Welt.
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Salar de Atacama auf der Anreise von San Pedro
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Vorbei am eigentlich geplanten Llulaillaco
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Riesenmuldenkipper in Escondida
Mit einem vernünftigen Geländewagen kann man bei guter Akklimatisation bis zum Rifugio Atacama, 5243m die mehr oder weniger gute, teils sehr sandigen Piste befahren. Um den Körper nicht zu sehr zu quälen, empfiehlt es sich dort eine Nacht zu verbringen (ohne Schnee kein Wasser, eine fast neue Hütte und ein Container; gute Zeltmöglichkeiten).
Wenn man etwas Luft aus den Reifen lassen kann, weil man einen Kompressor an Bord hat, kann man mit genug Offroad-Erfahrung bis zum Rifugio Tejo (bzw. noch ein Stückchen höher) auf 5830m (bzw. knapp 6000m) fahren. Die Schlüsselstelle ist der steile, tiefsandige Anstieg hinter dem Rifugio Atacama.
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Begbauromantik: Mina la Escondida
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Atacamanacht
Da wir keinen Kompressor dabeihatten und aufgrund der Jahreszeit die Fahrspur noch eingeschneit war, waren wir schon froh (notgedrungen auf dem sehr groben, aber schneefreien Fußweg) das Rifugio Atacama anfahren zu können. Ist schon erstaunlich, was so ein Pickup alles packt! Von unten wär‘s auch ein arger 20-Kilometer-Hatscher.
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CH5 durch die Atacama
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Verrückte Strukturen bei Chanaral
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Bei El Jardin
Wurde angeblich mit dem MTB bzw. einem speziell umgebauten Geländewagen bis fast 6400m befahren. Aufgrund der Jahreszeit trafen wir in vier Tagen nicht eine Menschenseele. Dafür reichten an unserem Umkehrpunkt auf etwas über 6200m die Temperaturen an -30°C heran. Das wäre ans sich kein Problem, ist man ja vom Winter gewohnt und die Luft dort ist außerdem knochentrocken.
Leider hatten wir die etwas windärmere Phase um einen Tag verpasst, sodass die Kombination aus Kälte und Windgeschwindigkeiten um 100km/h alle Winter-Gipfelambitionen zunichte machte. Als die erste Nase vom tiefgefrorenen Rotzglöckerl weiß wurde drehten wir um. Man könnte die Gipfeletappe etwas verkürzen, wenn man eine der wenigen und eher schlechten Zeltmöglichkeiten auf der Verflachung auf 6070m nutzt (z.B.: S27° 05.719' W68° 32.457', 6079m).
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Hinauf nach Pedernales
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Bei la Ola
Steigspuren viel Sand und kaum Schnee machen Seil und Klettergurt überflüssig. Steigeisen und Pickel dagegen können nützlich sein, wenn man Zweischrittvordreizurück-Passagen durch Schnee ersetzen kann. Aufgrund der Hütten ist an sich nicht einmal ein Zelt nötig, während der Saison ist dieses aber angenehmer, als die engen Hütten/Container.
Mehr als 4-6 Schlafmöglichkeiten weisen die Dinger nicht auf. Warme, winddichte Kleidung ist unabdingbar. Die Wasserkanister waren durchgefroren, die Dieselkanister machten keine Probleme, sind aber eben auch kein Ersatz bei Durst.
Vor oder nach der Tour ist ein Besuch der Laguna Verde absolute Pflicht!! So eine Färbung, das glaubt man nicht, wenn man’s nicht mit eigenen Augen gesehen hat. Auch ein Bad im etwas schlammigen, aber warmen Outdoor- bzw. etwas heruntergekommenen, nicht mehr verschlossenen Indoor-Schwefelpool (Übernachtungspflicht) hat seinen Reiz.
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Aufi nach Tejos!
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Die beiden Atacamahütten
Uns hat der kurze Abstecher zur argentinischen Grenze am Paso San Francisco ebenfalls gut gefallen, zumal hier mit dem Cerro San Francisco bei weniger Wind ein weiterer 6000er billig hergeht (schlappe 800hm).
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Weiter Richtung Hochlager
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Rückblick zum Rifugio Tejos
Startpunkt: Von Diego de Almagro fährt man auf sehr guter Teer- (CH13, südlicher Ast) bzw. Bischofitstraße durch spektakuläre, enorm bunte Bergbaulandschaft hinauf zum Salar de Pedernales, 3300m. Weiter durch die einsame aber wunderbare Altplanolandschaft mit Büschelgras, Sand, bunten, teils etwas vergletscherten Bergen zum Salar de Maricunga.
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Rifugio Tejos
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Saukalt
An dessen Nordende trifft man auf die CH31, die von hier bis zur argentinischen Grenze am Paso San Francisco bestens ausgebaut (geteert!) ist. Die Grenzformalitäten müssen mittlerweile an den neuen Grenzgebäuden am Salar de Maricunga erledigt werden (völlig problemlos, wenn man auf chilenischem Gebiet bleibt, die Grenzer wollen halt ratschen und freuen sich zumindest im Winter, wenn mal wer kommt).
Den in fast allen Reiseführern und Blogeinträgen beschriebenen Posten an der Laguna Verde gibt es nicht mehr. Vorbei an einem recht netten Wasserfall im Vordergrund und zahlreiche hohen 6000ern im Hintergrund folgt man der Straße fast 100km bis zur beschilderten Abzweigung zum Ojos del Salado (S26° 54.723' W68° 36.593', 4474m).
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s.o.
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Tatsächlich eine Eisflanke
Nach etwa 2 km auf Waschbrettpiste erreicht man eine erste Hütte, ab hier geht’s nur noch mit Allrad weiter, vor allem im Winter muss die teils schneebedeckte Piste im tiefen Sand des Trockentals daneben umfahren werden. Nach oben zu geht’s dann leichter. Muss man am Schluss bei einem Wegweiser schneebedingt dem Wanderweg folgen, gibt’s ein fahrerisch anspruchsvolles Finale zum Rifugio Atacama (S27° 03.590' W68° 32.853', 5243m). Aber lieber schlecht gefahren als gut gegangen.
Route: Von den beiden Hüten entweder mit dem Auto über den Track oder zu Fuß die ersten weiten Kurven auf gutem Weg abkürzend auf eine Art Hochebene. Auf dieser zieht sich der Anstieg zum Rifugio Tejos gut in die Länge, da man hinter jeder Wegbiegung hofft, vor der Hütte zu stehen.
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El Muerto
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Blick talauswärts über das sandige Trockental
Man sieht das Ding aber erst, wenn man schon längst dessen Existenz in Zweifel gezogen hat (Rifugio Tejo: S27° 05.257' W68° 32.292', 5830m). Schöner Blick zur Gipfeletappe und zum Nachbarbuckel, El Muerto, 6488m.Nun immer dem anfangs noch etwas ausgefahrenen Track, später dem guten Weg folgend bis zu einer Verflachung auf 6100m.
Ab hier, je nach Schneelage, entweder auf mehr oder weniger anstrengendem, sandigem Weg oder das Schneefeld daneben zunehmend steiler hinauf zum Kraterrand (S27° 06.431' W68° 32.570', ca. 6700m) und weiter,
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Kein angelaufenes Objektiv, Sand in der Luft!
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Laguna Verde, Mutter aller Lagunen
am Schluss einige fixseilgesicherte gesicherte Felsstellen (2-3) zum Gipfel (S27° 06.576' W68° 32.531', 6893m). Unsere eigenen Erfahrungen enden auf gut 6200m (s.o.), das hier Beschriebene stammt vom Hörensagen und wird hoffentlich so einigermaßen stimmen.
Vergleiche Routenfoto bzw. GPS-Tracks.
ojos-ch31-rif-atacama.gpx
File Size: 107 kb
File Type: gpx
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ojos-rif-atacama-rif-tejos.gpx
File Size: 535 kb
File Type: gpx
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Mit Badehaus.
Abstieg: Entlang der Aufstiegsroute zurück zum Rifugio Tejo (ab dem Kraterrand angenehm sandig) und weiter auf dem Track, teils abkürzend zum Rifugio Atacama.
Literatur: Kiendler, Hermann (Köngen 2007) Die Anden, Panico Alpinverlag
Schönfeld (Bielefeld, 2015): Chile. Der Norden. 20 Wandertouren und 10 Gipfeltouren
Compass (Hrsg.)(Santiago 2019): Mapa Turistico Chiletour Copec 2019, 1:400 000
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Paso San Francisco und gleichnamiger Cerro
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am Wasserfall
Koordinaten:    
Abfahrt CH31: S26° 54.723' W68° 36.593', 4474m
Rifugio Atacama: S27° 03.590' W68° 32.853', 5243m
Rifugio Tejo: S27° 05.257' W68° 32.292', 5830m
Hochlager: S27° 05.719' W68° 32.457', 6079m
Kraterrand: S27° 06.431' W68° 32.570', 6700m
Gipfel: S27° 06.576' W68° 32.531', 6893m
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Salar de Maricunga
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Rio Negro
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