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Tratenköpfl, SSW-Wand „Auf leisen Sohlen“, 7 (6 obl.), Karwendel, ca. 1560m

13/6/2021

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Beginn der Schlüsselseillänge
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Die türkise Isar
Schöne Tour mit ebensolchem Zustieg (bzw. eher Zufahrt) bei guter Absicherung der schwierigeren Passagen mit knieschonendem Abstieg (MTB, 8x abseilen), ideal für kühlere oder wolkige Tage. An warmen Sommertagen spielt man schnell Grillhähnchen in diesem plattigen Hohlspiegel. Auch die leichten Längen bieten meist schönen, plattigen Fels, allerdings kommt auch einiges an Schutt- und Schrofenbändern daher. Sehr humane Bewertung, max. 6+ wäre auch in Ordnung, aber so freut sich das Tourenbuch.
Da das Wetter erst im Lauf des Vormittags versprach schön zu werden, ging der Wecker im Gegensatz zur letzten Schitour zu einer erträglichen Zeit. Reibungslos kamen wir nach Scharnitz, wo wir den Zustieg bereits auf der deutschen Seite begannen. Mit den Radln ging es durch Scharnitz (Wegweiser „Karwendeltäler“) und an der jungen Isar entlang, hinein ins schöne Hinterautal. Die türkisblaue Färbung des Flusses ist jedes Mal eine Augenweide. Zwei  weitere Begleiter, die noch nie oder noch nicht oft im Karwendel waren, öffneten uns mal wieder die Augen für die schon so vertrauten Aus- und Anblicke.
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Wandübersicht; E etwas links der Laubbäume im hellgrauen Bereich
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Direkt unterm Einstieg
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Rossloch, Suntiger, Reps und Halleranger vom Einstieg
Ohne die Heerschaaren motorradelnder Pseudosportler könnte man sich von der Kulisse her fast in Kanada wähnen: im Talgrund der naturbelassene Flusslauf, überragt von fast 1000m hohen Nordwänden und im Talhintergrund die noch gut verschneiten Kare ums Rossloch. Da wir uns das gemütlichste aller Karwendeltäler ausgesucht hatten, kamen wir auch ohne Motorräder kaum ins Schwitzen. Ohne große Anstrengung legten wir die knapp 14 km vom Parkplatz bis unter die Tratenwand in etwa 50 Minuten zurück.
Direkt unter den Platten stellten wir die Radln ab, schulterten die Rucksäcke und stiegen in wenigen Minuten über einen kleinen, aber deutlich sichtbaren Pfad die Geröllhalde hinauf bis zum Einstiegshaken. Der Einstieg und die Tour sind, dank guter Beschreibung im Topo, problemlos zu finden. Hilfreich bei der Planung sind die AV-Karten 5/1 (Karwendel West) und 5/2 (Karwendel Mitte), Beschreibung und Topo von bergsteigen.com (https://www.bergsteigen.com/touren/klettern/auf-leisen-sohlen-karwendel/; im Vergleich zu anderen Topos eine sehr realistische Bewertung)
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Einstiegsplatte mit anschließendem Überhang
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Rechte Variante in der 6. SL
oder der neue Panico-Kletterführer „Karwendel“. Gleich in der ersten Seillänge muss man ordentlich hinlangen. Erst eine kurze, glatte Platte, dann ein kleiner Überhang; ein richtiger Kaltstart, auch wenn’s warm ist, aber sehr schön. Vier leichte und mit Recht fast hakenlose Seillängen tun dem Genuss keinen Abbruch, ohne gewisse pfadfinderische Fähigkeiten ist die ideale Linie bzw. die jeweils wieder schwierigere Fortsetzung aber schnell weit weg.
Hier könnten reine Sportkletterer schnell offline sein; leicht ist es dann nicht, wenn man im plattigen Fels selbst einen halbwegs vernünftigen Stand basteln will oder muss. Deshalb, aber auch weil aufgrund langer Seillänge schon ein paar Klettermeter zusammenkommen, sollte man zügig klettern und das Wetter im Blick haben. 3-4 Stunden sind auch im Überschlag bald rum und bei einem Gewitter in der plattigen Wand ist man vermutlich schneller erschlagen, als man meint.
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Übers nächste Dachl; 6. SL
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faszinierende Felsstruktur
Es bleiben 8 schöne, teils sogar sehr schöne Seillängen mit immer wieder originellen Passagen. Die Stellen, an denen kleine Dacherl über Schichtabbrüche zu überklettern sind, sehen schwer aus, lösen sich aber alle dank viel größerer Griffe als erwartet, meist problemlos auf. Einen recht schönen Abschluss bilden die letzten beiden Seillängen, die über raue, unserer Meinung nach um etwa 1-2 Grad überbewertete Platten zum originellen Wandbuchbehälter führen. Seit unserer letzten Begehung vor 5 Jahren ist nicht nur viel Wasser die Isar hinunter geflossen,
es sind auch zahlreiche Begehungen dazuge-kommen. So viele, dass mittlerweile das Wandbuch in der zweiten Auflage vorliegt. Acht Mal abseilen und wir standen wieder unten. Die Abseillängen erfordern dringend ein 60m-Seil, gelegentlich auch ein paar Prozent Seildehnung. Redundanzbedürftige Zeitgenossen werden gelegentlich flaue Gefühle bekommen, da einige Abseilstellen aus nur einem (teilweise verzinkten) Expressanker bestehen, entweder weil nicht verbunden oder weil eben nur einer da ist.
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amüsante Schichtstufenturnerei
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Ausstiegsplatten, schöner als es aussieht
Auch hier darf man den Zeitaufwand nicht unterschätzen, gerade bei Wetterverschlechterung oder kürzeren Tagen im Herbst. Auch eingespielte Seilschaften sind schnell 1,5 Stunden nach unten unterwegs. Beschleunigen kann man das Ganze in den nicht unbedingt steilen Platten durch konsequentes Ablassen des Ersten. Dadurch bleiben mehr Steine in der Wand liegen und der Erste muss nicht in jeder Abseillänge das Seil 27 Mal aufnehmen und wieder drei Meter weiter nach unten werfen.
Zusätzlich zur üblichen Alpinkletterausrüstung reichen etwa 12 Expressschlingen, darunter auch ein paar lange; Klemmzeug macht hier Rucksack und Gurt nur unnötig schwer, da man es kaum sinnvoll einsetzen kann. Einige Bohrhaken an länger feucht bleibenden Stellen setzten schon gut Rost an.
Vielen Dank an die Erstbegeher, die uns mit ihren Kreationen mal wieder einen vergnüglichen Sonntag beschert haben! Und natürlich an Klaus, mit dem das (wie immer) ein unterhaltsamer Klettertag ohne Leerlauf wurde. Von ihm stammt auch ein Teil der Fotos.
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Wandbuch - passend zum MTB-Zustieg
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komfortabler Abstieg
Ergänzungen zu diversen Topos:
2. SL: Nach der kurzen 6+/7-Patte (BH) nicht queren, sondern ca. 10m leicht linkshaltend hoch zu BH (nicht im Topo), dann fallende Linksquerung auf Band zu Rippe. Latsche, BH. Dort Stand nach etwa 50m.
3. SL: Steigende, den eigentlichen Stand ignorierende Linksquerung über Platten und Rinnen zum 1. oder 2. im Topo eingezeichneten BH. Stand am 3. BH. Ca. 55m.
4. SL: Wie im Topo hinauf zum 3. Stand, diesen überklettern und weiter zum Stand nach der kurzen 4. SL. Ca. 35m
6. SL: Kann auch vom Stand links steil über Steilstufe (ca. 7/7+ oder A0, 3 BH, Schlinge am 3.) und die folgende glatte Platte (mehrere BH) zum Stand unter dem Band geklettert werden. Achtung, an einer weiteren, kurzen Steilstufe liegen mehrere Kubikmeter einer Platte abrutschbereit in der Landschaft.
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Ablassen - die bessere Strategie hier
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Zurück an der Isar
Abseilerei:
Nr. 1: Ausstieg => Stand 11: 55m
Nr. 2: Stand 11 => Stand 10: 50m
Nr. 3: Stand 10 (1 BH) => Stand 9: 55m
Nr. 4: Stand 9 => Band etwas unterhalb Stand 7: 65m, kurz frei hängend. Band horizontal queren und bei Latschen griffig (aber ausgesetzt) abklettern (2) zu Stand 6.
Nr. 5: Stand 6 => Zwischenstand in der Mitte der Verschneidung (SL 5). 2 unverbundene BH, einer mit Ring: 60m
Nr. 6: Zwischenstand =>Stand 3 (im Topo) an einzelner Gerüstöse: 35m
Nr. 7: Stand 3 => Stand 2: 60m + Seildehnung, 5m plattig abklettern (2) zu Stand 2
Nr. 8: Stand 2 => Wandfuß: 60m
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Rossloch und Isar - so vui schee!
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