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Mutteturm, Lechtaler Alpen, 2546m, NW-Wand „Frühlingstreiben“ & „Geburtstagsweg“, 7 SL/6-

23/7/2023

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„Geburtstagsweg“, schöne Kantenkletterei in der 6. SL
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Morgen am Scharnitzsattel
Warm soll’s werden, die Felsen trocken und der Zustieg eher kurz: da bietet sich jährliche Besuch der Eigenkreationen an den Muttetürmen natürlich an. Da das Wetter trotz Hitzever-sprechungen in der Früh noch eher kühlen Wind und Quellwolken von Süden im Angebot hatte, stiegen wir vom Hahntennjoch kommend am Einstieg des Mutteturms zunächst vorbei bis zum Scharnitzsattel, 2441m. Dort oben kletterten wir zunächst zwei Routen im sonnseitigen Klettergarten, um der eigentlich geplanten NW-wand am Mutteturm eine Chance auf Erwärmung zu bieten.
​Die Felsqualität an sich ist gut, die Routen sind aber noch nicht geputzt oder von losem Zeug auf kleinen Bändern befreit. Aufgrund des teilweise unterhalb verlaufenden Wegs zur Muttekopfhütte ist vorsichtiges Klettern nötig. Als dann am späten Vormittag die Temperaturen auch im Schatten angenehm wurden, stiegen wir hinunter zum nahen Einstieg der Route „Frühlingstreiben“ am Vorbau des Mutteturms. Die oft so kalte NW-Wand lag nun zunehmend in der Sonne, die Felsen waren strohtrocken und machten richtig Lust auf Klettern. Um 11:30 Uhr stiegen wir ein. 
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In der leichtesten Route am Scharnitzsattel
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Klettergarten Scharnitzsattel
In den 7 SL dieser Routenkombination stecken mit 17 gebohrten Zwischensicherungen weniger BH, als in mancher südseitigen Plaisirroute in einer SL. Abgesehen von der hitzeresistenten Lage ein ganz anderer Charakter also. Der Umgang mit Cams sollte hier beherrscht werden und auch die Abseilerei in alpinem Gelände sollte nichts neues sein, sonst kann auch eine nominell eher leichte Tour ein tagesfüllendes Unternehmen werden. Gemütlich kletterten wir durch den Vorbau, der unten schöne Risskletterei an einer Riesenschuppe bietet.​ ​Dieses oben hohl aufliegende Teil und die Querung vom Stand zur Platte im Schluchtgrund der 2. SL erfordern einen umsichtigen Kletterstil ...
​... und sind eher ernst (ein paar Meter Felssturzgelände!). Dann folgt Gehgelände über ein Schuttband, bevor man über eine Stufe den letzten gemeinsamen Stand der beiden Routen erreicht. Hier biegt der „Geburtstagsweg“ links ab und das besser abgesicherte „Frühlingstreiben“ zieht rechts in die Platten. Der Fels lässt nun keine Wünsche mehr offen und bietet wunderschöne, sehr freie Kantenkletterei, die sich zusätzlich zu den paar BH (die wir heute bei Bedarf nachzogen) problemlos mobil absichern lässt. ​Ab 13.00 Uhr liegt die Wand im Juli in der Sonne. Am Wandbuch machten wir den 25. Eintrag – anstehen muss man sicher nicht. Obwohl: heute liefen wir am ersten Stand im Vorbau tatsächlich auf. Ist uns hier noch nie passiert. Nach knapp 2 ¼ Stunden standen wir im warmen Nachmittagslicht am Gipfelgrat, über das „Frühlingstreiben“ seilten wir zum großen Band ab, zurück zum 2. Stand und nach weiteren 50m durch einen wilden, teilweise überhängenden und verblockten Kamin konnten wir direkt in die Zustiegsschuhe seilen. Dank passabler Schotterreißen oben und gemütlichem Weg unten ist der Abstieg bequem in einer ½ Stunde erledigt.
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Routenübersicht
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Einstieg Vorbau
Wandhöhe:      130m +70m im Vorbau
Kletterlänge:    4 Seillängen + 3 SL im Vorbau
Schwierigkeit: anhaltend 4+/5-, Stellen 6- (obl.), E 3+
Charakter: Die Wand befindet sich am P. 2546m im NO-Grat des Muttekopfs, von uns „Mutteturm“ genannt. Der Zustieg über den Vorbau benutzt die ersten drei SL der Route „Frühlingstreiben“ und bietet eher ernste, Umsicht erfordernde Kletterei, in der 2. SL durch Felssturz teils brüchig (rechts über Schnee oder Schrofen umgehbar). Die eigentliche Route bietet dann schöne Platten und Kantenkletterei in meist in bestem, wasserzerfressenem Kalk.
Da die Wand trotz ihrer schattigen Lage im Frühling und trotz der schattigen Lage auch nach Regen sehr schnell abtrocknet ideal mit einer Schitour auf den Muttekopf bzw. Scharnitzkopf kombinierbar. Schöne Unterbrechung beim Zugang zu den Klettergebieten der Muttekopfhütte vom Hahntennjoch.
Material: 1 BH am Einstieg, 2 BH an den Ständen. 2-4 BH pro SL als Grundabsicherung, der Rest erfolgt in Eigeninitiative mobil (Friends 0,5-4). Gute Placements gibt es genug. Doppel-/Zwillingsseil für Abstieg unbedingt empfehlenswert.
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Mutteturm NW-Wand Vorbau): 1. SL „Frühlingstreiben“
​Zustieg: Vom Hahntennjoch, 1894m, dem Wanderweg Richtung Scharnitzsattel/Muttekopf-hütte folgend ins Hahntennkar. Vorbau und Plattenwand sind während des Zustiegs gut einsehbar. Am Beginn der Versicherungen zum Scharnitzsattel wenige Meter rechts aufwärts (blaue Punkte) zum Vorbau (ca. 2350m). Einstieg „Frühlingstreiben“, blau angeschrieben, goldener BH.
Erstbegeher: Christine und Stefan Feistl, 30.06. 2012 von unten
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Kurze Kletterpassage in der 3. SL
Abstieg: ​Abseilen zum Band über die Route „Frühlingstreiben (2x55m, Achtung vor Steinschlag), nun dem Band links abwärts folgend ins Kar und rechts um den Vorbau zum Einstieg oder zum 2. Stand abklettern (2 und Gehgelände oder 25m abseilen und Gehgelände) und 50m zum Einstieg abseilen (im Kamin teils frei hängend, Achtung beim Abziehen!).
Route: 1. SL:  Über Riss bzw. Doppelriss (5) zum höchsten Punkt einer hohlen Riesenschuppe. Kurze Rechtsquerung zu Riss, über diesen (5), rechts zu Überhang (4+). Über diesen und die anschließende Platte gerade zu Stand an 2 BH auf Band unter Überhang. (35m, 5, 3 BH)
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Sonne in der 6. SL
​2. SL:  Brüchige Querung abdrängend rechts in den Schluchtgrund (3), über Felssturzgelände vorsichtig zu Platte und rechts über diese (6-, 5 zu flacherem Plattenpfeiler. Diesen hinauf (3) zu Stand unter dem Schuttband an 2 BH (35m, 6-, 4 BH)
3. SL:  Links haltend über Grat zu Schuttband (2). Dieses bei Steinmanndl eben einige Meter zu Platte queren (1, Schlinge). Über diese (4+, 2 BH) zu weiterem Band (= alternativer Zustieg) und zu Stand an 2 BH unter hellgrauer Riesenplatte links neben markanter Verschneidung. (55m, Gehgelände und 4+-, 2 BH).
​4. SL: Vom Stand links (blau angeschrieben) unter die Verschneidung. Knapp links daneben über schöne Platte (6-/6, 5) hinauf und links haltend zu Stand auf Absatz an 2 BH (23m, 6-; 3 Zwischen-BH)
5. SL: Über Platten und Risse zu Kante (4+). Diese an herrlichem Fels entlang über kleinen Überhang (5+/6-) Danach der leichteren Kante folgend (4+, 3) zu Stand an 2 BH auf Absatz links neben markanter Kante. (30m, 6-, 2 Zwischen-BH)
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Abseilen über die Riesenplatte des „Frühlingstreibens“
6. SL: Über die rechte von zwei parallelen Kanten (5, 2 BH) zu Platte rechts der Kante. Über diese zur Fortsetzung der Kante (4+, 3; 2 BH). Stand an 2 BH, Wandbuch. (43m, 5-, 4 Zwischen-BH)
​7. SL: Über den Grat rechts zu Platte. Über diese zum Ostgrat (3). Über markanten Steilaufschwung zum letzten Stand der Route „Frühlingstreiben“ an 2 BH am Gipfelgrat. (30m, 3+, 1 Zwischen-BH)
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Im wilden Kamin der letzten Abseilfahrt.
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