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Kühgundkopf, Allgäuer Alpen, 1908m N-Couloir „Grenzgänger“, WI 3

16/1/2022

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„Grenzgänger“ – dünn, aber er steht
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Übersicht vom Parkplatz (März 2021)
Nachdem die Schneequalität und –menge immer noch zu wünschen übrig lässt, haben wir uns zu einer gemischten Eis-Schitour entschieden. Die Eispassage lässt sich bereits aus dem Tal erkennen, die magere Schneelage allerdings auch. Eigentlich wollten wir, so wie letzten März, über eine der zahlreichen Rinnen in der N-Flanke des Kühgundkopfs abfahren, aber das war von unten schon klar, dass das nur mit Schizerstörung oder mehreren Tragepassagen in der stark ausgeblasenen Flanke möglich gewesen wäre. Dort wo Schnee lag, war er allerdings perfekt.
Da das Eis relativ dünn und fragil erschien und wir keine Sicherungsmittel für Fels dabei hatten, umgingen wir die Stufe mit dem Wasserfall rechts und querten oberhalb dann wieder ins Couloir zurück (leichtes Schrofengelände, 70m). Von einem Latschenstand oberhalb des Falls seilten wir ab und gingen die Stufe toprope. Unten eher eine dickere Eisglasur, nach oben zu teilweise dick genug für kurze Eisschrauben, wegen einiger Schneelinsen (die jetzt unten liegen) aber auch nicht ganz ohne. 
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So schaut’s heuer aus.
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Spitzkehrenballett in der Zustiegsrinne
Am Ende war das Eis senkrecht, dick und weich, da noch etwas Wasser floss. Der Übergang in den Schnee war unangenehm, da eisfrei. Mit so wenig Schnee ist das ganze fast doppelt so hoch wie letztes Jahr im Spätwinter und schaut gleich viel wilder aus mit den ganzen Felsaufschwüngen. Der Rest war problemloses Gestapfe, teils auf Schnee, teils auf Gras. Oben sprang uns ein kräftiger Föhnwind ins Gesicht. Nach der Eisstufe teilten wir uns auf, rauf und südseitig bei Bruchharsch ins Tannheimer Tal die einen bzw. abseilen und bei Pulverschnee Richtung Schigebiet Oberjoch die andere. 
So war die Rückfahrt der Bruchharschabteilung deutlich unkomplizierter. Trotz der wenig unterhaltsamen Schneequalität taten sich gar nicht so wenige den Kühgundkopf heute als Schitour an. Ein empfehlenswerter, ruhiger Halbtagsausflug für alpin orientierte Eismenschen.
Charakter: Netter Couloirspaziergang mit einer 30m Eisunterbrechung und (bei genug Schnee, also momentan noch nichts) toller Abfahrt durch die gleiche Flanke. Bei passenden Verhältnissen unbedingt mit Schi zu empfehlen. LWS 1 sollte nicht überschritten werden.
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Am Einstieg
Vom Parkplatz sind Aufstieg und Abfahrt gut einsehbar. Für reine Eiskletterer fad, für eiskletternde Schifahrer eine abwechslungsreiche, kurze Spritztour über eine ruhige, fast schon wilde Seite auf diesen sonst vielbesuchten Schimugel.
Ausgangspunkt: Oberjoch, Parkplatz an der Wiedhagbahn, ca. 1130m
Zustieg: Immer unter dem Lift hinauf, bis man sich auf etwa 1360m langsam links Richtung Couloir/Eisstufe bewegt. Erst über Parallelrinne und den linken Rücken zum unteren Sprengbahnmasten. 
An geeigneter Stelle ins Couloir und dieses in ausgefeilter Spitzkehrentechnik bis zum Wasserfall, ca. 1600m. Gut in 45-60 Minuten machbar.
Route: Über die kurze 30m-Stufe, WI 3 (nach 50m Standmöglichkeit rechts an Latsche), danach über das Hauptcouloir (max. 45° Schnee, nach oben flacher und bei genug Schnee auch mit Schi gehbar) oder im leichten Mixedgelände über die linke Begrenzungsrippe zum Ausstieg, 1880m und in wenigen Minuten über den breiten Grat Richtung Westen zum Gipfel.
Abfahrt: Zurück zur Scharte, beim ersten Latschengürtel links in die Parallelrinne und über diese problemlos in den lichten Wald und ins Schigebiet. Wenn nicht genug Schnee liegt (so wie jetzt) entweder zum Iseler und von dort ins Schigebiet abfahren oder nach Süden entlang des üblichen Tourenaufstiegs Richtung Wannenjochbahn und ins Tannheimertal. 
Verschiedene Möglichkeiten zurück zum Ausgangspunkt zu kommen (vgl. AV-Karte „Tannheimer“).
Topo: Schöne Beschreibung auf http://www.allgaeu-plaisir.de/grenzgaenger-am-kuehgundkopf/
Ob es wirklich eine „Erst“begehung war sei dahingestellt, aber die erste öffentliche Beschreibung ist es sicherlich. Vielen Dank an Pat Schwarzmann.
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Allgäuer Alpen im Föhnsturm
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