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Falkensteinwand, Salzkammergut, 795m „Seenot“ (7 SL/VII-)

30/10/2018

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Blick beim Abseilen nach unten
Wohin bei der Großwetterlage? Wir entschieden uns für das Salzkammergut: Wolfgang- statt Gardasee. Auf unserer Wunschliste standen dort schon seit längerem einige Kletterziele. Am Montag Spätnachmittag machten wir uns auf den Weg in Richtung Osten. In Penzberg fing es zum Regnen an, dieser begleitete uns bis nach Salzburg. Wir kamen schon ins Zweifeln, ob wir nicht doch besser gearbeitet hätten. Aber immerhin stiegen, je weiter wir nach Osten kamen, die Temperaturen.
Nachdem in der Nacht immer wieder Resteregenschauer durchzogen, erwartete uns am nächsten Tag zwar sehr windiges, aber trockenes Wetter. Unser Ziel war die „Seenot“ an der Falkensteinwand. In Winkel (kurz vor St. Gilgen am Wolfgangsee) biegt man nach Fürberg ab, eine kleine, steile Straße führt hinunter zum erstaunlicherweise kostenlosen Parkplatz am See zum. Die Wand, die man allerdings von Fürberg aus nicht sieht, fällt imposant in den See ab; der Einstieg befindet sich direkt über der Wasseroberfläche.
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Falkensteinwand und Wolfgangsee
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Einstieg
Um ihn zu erreichen hat man mehrere Möglichkeiten: entweder mit dem Boot (auch schwimmend wurde er schon erreicht) oder von oben abseilend. Nachdem Wasser absolut nicht mein Element ist, fiel der Zustieg über diesen Weg sofort raus. Wir wählten die zweite Option. Dazu folgt man dem Kreuzweg Richtung Falkensteinkirche bis zur 10. Station, dort zweigt ein Wegerl nach rechts ab. Dieses führt bis zum Abzweig des zur Abseilstelle leitenden Pfades.
„Seenot“ steht groß auf einem Schild, der weitere Weg ist mit vielen orangen Punkten markiert. Vom Auto sind es nur etwa 20 Minuten. Über steile Wände, immer das Wasser unter einem im Blick, erreicht man mit 4 maligem abseilen (1 x 25m; 1 x 58m, 1 x 28m, 1x20m) den ersten Stand. Um ein nasses Seil zu vermeiden, sparten wir uns die letzte Abseillänge hinunter zum Einstieg. Ablassen und Top Rope von oben gesichert hieß die Devise.
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1. SL
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2. SL
Fester, löchriger Fels und viele Bohrhaken (von Edelstahl genormt bis Eigenbau reichte die Palette) zeichnen die Route aus. Um die Tour in einem homogenen Schwierigkeitsgrad zu halten, wurden alle glatten, grifflosen Stellen mit künstlichen Griffen oder geschlagenen Tritten versehen. Dies lässt einen vor allem in der mit vielen Kunstgriffen versehenen 6. SL an einen Besuch in der Kletterhallte erinnern. Aber das weiß man vorher und wem’s nicht passt, der muss die Tour ja auch nicht gehen.
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2. SL
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3. SL
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4. SL
Durch die vielen Begehungen seit 1994 zeigt sich der Fels mittlerweile sehr fingerfreundlich, die 5. SL mit ihrem gelben Fels ist schon deutlich abgespeckt. Aber bei der Bohrhakendichte stellt das nicht wirklich ein Problem dar. Nach 7 Seillängen Kletterei mit beeindruckenden Tiefblicken auf den Wolfgangsee steigt man noch kurz durch Schrofen hinauf zum Rucksackdepot. Wir wanderten noch über den mit vielen Hinweistafeln nett angelegten Pilgerweg hinauf zum höchsten Punkt des Kamms, von dort aus konnten wir nochmal einen Blick auf die glatte, steil in den See abfallende Falkensteinwand werfen.
Charakter: Landschaftlich grandiose Tour in allerbestem Fels, bei dessen Griffigkeit immer wieder nachgeholfen wurde: aufgebohrte Schlitze und Fingerlöcher, geklebte, geschlagene und geschraubte Kunstgriffe. Nichts für Puristen, für alle anderen ein Genuss. Für einen Eintrag in Panicos „Moderne Zeiten“ hat’s jedenfalls gereicht.
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4. SL
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5. SL
Zustieg: Parkplatz Fürberg, 540m (nicht am Hotel parken, sondern links abbiegen, mehrere Parkplätze). Bei Kiosk den Forstweg Richtung Falkenstein bis zur Kreuzwegstation 10 hinauf, wenige Meter danach bei Wegweiser Richtung „Scheffelblick/Aberseeblick“ rechts ab (653m, N47°45,696‘/E13°23,759‘). Dem Wanderweg folgen, bis nach markantem, niedrigem Felsriegel rechts der Holzwegweiser „Seenot“ auftaucht (696m, N47°45,547‘/E13°23,887‘). Orange Markierungen leiten zu Wiese knapp oberhalb der Abseilstelle (697m, N47°45,517‘/E13°23,844‘), schöne Aussicht; Rucksackdepot.
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5. SL
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6. SL
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6. SL
Der mittlere, orange markierte Pfad leitet am Schluss ausgesetzt zur etwas hinter einem Busch versteckten Abseilstelle hinunter. Diverse Möglichkeiten, sich die Abseillängen einzuteilen, die Stände sind jeweils etwas Richtung SO (= St. Wolfgang) anzupendeln. Die örtliche Bergrettung empfiehlt 6x25-30m mit Vollseil: so sinkt das Risiko, dass das Seil beim Abziehen durch Aufwinde Richtung Gebüsch verweht wird und hoffnungslos verhakt. Es gab bereits mehrere Einsätze deshalb. Stand bei mehreren BH und Seilstück für Boote wenige cm über dem Wasser.
Wandhöhe: ca. 140m
Kletterlänge: knapp 200m
Schwierigkeit: Schwierig zu sagen, je nachdem, welche Griffe man benutzt. Die meisten Quellen sprechen von je 1 Stelle 7- und 6+, recht anhaltend 5 und 6. EB Gassner/Egger/Reisinger/Movokutti, 1994
 
Material: 14 Express, wenn man alles einhängen will. Friends /Cams absolut nicht nötig und kaum einsetzbar. Sehr gute Absicherung mit BH aller Arten; die Menge macht‘s. Übliche Alpinkletter-ausrüstung; Seillängen maximal 35m, wenn jeder vorgesehene Stand genommen wird.
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Kurz vor dem Ausstieg
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Falkensteinwand vom anderen Seeufer
Route: vgl. Topo auf https://www.bergsteigen. com/touren/klettern/seenot/”, ca. 2,5 Stunden. 1. und letzte SL etwas kürzer, als dort angegeben. In allen SL sind noch BH und in fast allen SL Kunstgriffe nachgewachsen. Achtung, einige sind locker bzw. am Auseinanderbröseln.
 
Abstieg: Über Steigspuren nach rechts, kurz gerade hinauf und linkshaltend zur Wiese mit dem Rucksackdepot. Wenige Minuten.
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