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Dremelspitze, 2733m, Lechtaler Alpen, SW-Flanke, 2

29/4/2016

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Toller Winterraum
Schon von der Anfahrt durch das Bschlaber Tal sticht die Pyramide der Dremelspitze – einer der formschönsten Berge der Lechtaler Alpen – ins Auge. Wir bekamen davon allerdings nicht viel mit, da wir erst am späten Abend gegen 23:00 in Boden am kostenlosen Parkplatz der Hanauer Hütte starteten (ca. 1380m). Unter einem grandiosen Sternenhimmel trugen wir die Schi etwa 20 Minuten ins Angerletal hinein, wo nach einem kurzen Abstieg von der Angerlealm, 1432m, auf den Angerleboden dank des ergiebigen Neuschnees der vergangenen Woche die geschlossene Schneedecke begann.
Zügig glitten wir weiter talein, vorbei an der Talstation des Materiallifts der Hanauer Hütte. Entlang des Sommerwegs war die Hütte mit einigen Spitzkehren bald erreicht. Eine alte Spur Richtung Kogelseespitze von heute Vormittag erleichterte uns den Aufstieg erheblich, so dass wir bereits um 0:30 den nagelneuen Winterraum (oder besser die Winterhütte) der Hanauer Hütte, 1922m, erreicht hatten.
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Dremelspitze N-Wand
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Blick ins Angerletal nach Boden
Wie erwartet war die Hütte völlig leer, so dass wir ohne jemanden zu stören noch eine Stunde ratschten, Schnee schmolzen und Brotzeit machten. Die Winterhütte selbst ist das Beste, was ich bisher in den Alpen gesehen habe. Ohne AV-Schlüssel betritt man zuerst einen großen Vorraum für Schuhe, Rucksäcke etc., bevor man dann einen geräumigen Aufenthaltsraum mit perfekter Ausstattung betritt. Ein separater Raum für Holz, ein Luxus-WC in der Hütte und ein Schlafraum mit üppig Platz und Panoramafenster nach Osten, so dass man sich von der Rotfärbung des Morgenhimmels wecken lassen kann, runden das ganze ab. Und das alles aus Holz, das so warm wirkt, dass man im Prinzip keinen Ofen bräuchte.
Uns unverständlich, wie angesichts einer derart tollen Unterkunft, die der Sektion sicher viel Geld gekostet hat, einige Deppen es doch tatsächlich schaffen, im Hüttenbuch herumzunörgeln oder dieses mit ihren völlig überflüssigen „Verbesserungsvorschläge“ zukleistern. Leute, wenn euch so ein Winterraum nicht passt, bleibt im Tal und geht in ein Hotel oder, noch besser, macht mal ein schönes Hängebiwak, dann könnt ihr eine ganze Nacht grübeln, was es an so einem Winterraum noch alles auszusetzen gäbe.
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Unterwegs zur Dremelscharte
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Zu Fuß zum Westgrat
Nach kurzer Nacht starteten wir bereits um 6:15 Uhr in den sehr kalten, wolkenlosen Morgen. Auf und ab, ging‘s über die wellige Hochfläche der Parzinnalm und dann durch ein mäßig steiles Kar in die Vordere Dremelscharte, 2434m. Ein Genuss, durch die völlig unberührten Hänge eine Spur zu legen, zumal der Harschdeckel immer dünner wurde und ab etwa 2200m lockere 30cm Pulver lagen.
Kurz vor der Scharte stiegen wir mit Schi eine Rinne ein kurzes Stück Richtung Dremelspitz W-Grat hinauf; Schidepot auf ca. 2460m. Vorsichtshalber zogen wir dort gleich die Steigeisen an und stapften die restlichen Meter zur ersten W-Gratscharte hinauf.
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Am Westgrat
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Querung am Westgrat
Hier wechselt man auf die SW-Seite und folgt einem breiten Schneeband etwa 50m leicht rechts ansteigend bis man den Markierungen folgend über einen gestuften Aufschwung, zuletzt durch einen engen Kamin wieder den Grat erreicht. Etwas ausgesetzt folgt man diesem, bis er sich in der flacheren, von vielen Rinnen durchzogenen Gipfelwand verliert.
Immer durch das Hauptcouloir erreicht man nach einer letzten Kletterstelle die Südabdachung des Gipfel und steht völlig unvermittelt ein paar Meter unter dem Kreuz.
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Die letzten Meter am Grat zum Gipfel
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Bei gutem Wetter am Gipfel
Insgesamt dauerte der Aufstieg von der Hütte 3 Stunden, wobei wir aber alles spurten. Der Gipfelaufstieg weist ein paar Zweierstellen auf, ist nur selten ausgesetzt und Schneegestapfe überwiegt. Pickel, Steigesien und Helm waren heute sinnvoll, ein Seil hatten wir erst gar nicht eingepackt.
Nachdem wir die heute tolle Sicht vom Wetterstein bis zum Ortler genossen hatten, machten wir uns wieder an den Abstieg, der etwa eine Stunde dauerte. Kaum am Schidepot angelangt, kamen noch zwei Tourengeher herauf, die es aber bei der Scharte bewenden ließen. Wir wedelten die Pulverhänge hinunter, nahmen noch einen Bruchharschhang mit und stiegen dann vom P. 2155m (AV-Karte) durch ein ostseitiges Kar unter dem markanten Spiehlerturm durch auf die Nördliche Parzinnscharte, 2504m.
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Abstieg am W-Grat
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Flott gings runter
Nun war es Mittag und der dünne Harschdeckel war Vergangenheit. Bei leicht angebaazeltem Pulver wedelten wir hinunter ins Parzinn, querten zum Sattel unter der Hütte und kurvten bei nun deutlich schwererem Schnee hinunter ins Angerletal. Mit viel Stockeinsatz waren die letzten Schneeflecken bei der Angerlealm bald erreicht.
Das Tragen der Schi hielt sich in erträglichen Grenzen, so dass der heiß ersehnte Eisbecher bald Realität wurde.Insgesamt eine sehr lohnende Tour auf einen sehr formschönen und im Winter selten (wir waren die vierte Partie heuer) bestiegenen Gipfel.
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Blick zur Hanauer Hütte
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