Schwierigkeit: anhaltend zwischen 5 und 6, einige Stellen 6-7, E 3-. Die Route ist in teilweise weiten Abständen mit Spreizankern eingerichtet. Kein Plaisir! Eigeninitiative ist überall dort gefragt, wo sich mobile Sicherungen gut unterbringen lassen. Dort wurde bewusst auf BH verzichtet, auch wenn das manche „dumm“ finden und gerne jeden Quadratmeter Fels totbohren möchten. Aber es darf auch nördlich der Dolomiten ruhig noch ein paar Routen geben, bei denen der angegebene Schwierigkeitsgrad sicher beherrscht werden muss und der Umgang mit mobilen Sicherungsgeräten natürlich auch. Außerdem macht’s Spaß, wenn das Klemmzeug nicht nur zum Lüften am Gurt hängt und den Blick schärft diese Art der Absicherung auch. Material: 2 BH an den Ständen bzw. 1 BH am Einstieg; 1-6 Zwischen-BH, weitere Absicherung mit Cams etc. unbedingt nötig und sehr gut möglich. 8-10 Expressen, einige Bandschlingen, an Klemmzeug kamen Totemcams (0,5-1,5), ein noch etwas kleinerer (z.B. BD 0,2)und Link Cams 0,5-1 zum Einsatz sowie ein 60m-Doppelseil. Ansonsten übliche Alpinausrüstung; stabile Zustiegsschuhe und Stöcke für den Zustieg. Zustieg: Von Biberwier, 1012m am bequemsten per Auffahrt mit der Sesselbahn zum Marienberg, 1640m (Radtransport gegen Gebühr). Oder etwas höher an der alten Fernpassstraße (P auf 1090m beim Abzweig des Fahrwegs zum Waldhaus Talblick) mit dem MTB auf der teils steilen Schotterstraße dorhin. Nun gemeinsam noch 0,9km sehr steil und grob bis zum Marienbergjoch, 1780m. Dann zu Fuß weiter über den Weg Richtung Hölltörl, bis man auf etwa 2020m bei einem markanten Riesenblock mit weißer Markierung (N47° 20,831‘/E10° 54,879‘) über Wiesen, Schutt und Grasschrofen direkt in Falllinie des Vorbaus ansteigen kann. Rechts um den Vorbau herum (Einstieg „Raue Welt“ und „Schweigen der Lämmer“, N47° 20,782‘/E10° 54,896‘, 2221m) und weiter rechtshaltend über Schrofen und Gras zu Platte mit BH N47° 20,794‘/E10° 54,986‘, 2298m, Einstieg „Hosenmörder“). Über plattige Stelle (2) und Schrofen rechts zum Beginn der S-Kante bei Einstiegsbohrhaken, an dem der Routenname auf kleinem Aluplättchen angeschrieben ist (N47° 20,793‘/E10° 55,011‘, 2312m). Vom Joch in 1-1¼ h gut machbar. Erstbegeher: Steffi, Christine und Stefan Feistl am 22. und 29.09.2019 von unten. Topo und Routenbeschreibung: auf https://www.geiselstein.com/uploads/8/4/4/0/84402202/gr%C3%BCnsteinzapfen-zapfenzauber_t_b.pdf Ergänzungen zum Topo: 1. SL: Der 1. BH sitzt sehr hoch, bis dorthin gibt es aber zahlreiche gute Placements. 2. SL: Schwierigste Stelle (und Schlüsselstelle der Tour) erst am Ende der Steilstufe. Eigentlich nur ein Zug (7-/7). 3. SL: Der Kaminüberhang schaut wilder aus, als er ist: große Henkel und gutes Placement im Kamingrund. 4. SL: Fallender, kurzer Linksquergang zu Kante und fotogen über diese auf Felskopf (Abseilstand an 2 BH, kann im Aufstieg ignoriert werden, ggf. lang einhängen). 5. SL: Die raue, steile Platte dürfte wohl eher 7- sein, nach dem letzten BH lässt sich im Riss gut ein kleiner Cam versenken. Auch die folgende Plattenkante lässt sich oberhalb des BH gut mobil absichern. 6. SL: Gut mit der vorhergehenden SL zusammenfassbar. Abstieg: Abseilen über die Route, eingerichtete Abseilstände für 60m Doppelseil (nicht von dubiosen Karabinern irritieren lassen, die von anderen Kletterern, warum auch immer, relativ sinnlos an manchen Ständen entsorgt wurden; die Abseilstände sind mit Maillons ausgestattet). Die erste Abseillänge geht über beide Stände bis zum tiefsten Punkt vor dem waagrechten Hahnenkamm, BH (55m). Von dort 20 m (ggf. am Seil) zurück klettern (2), bis man am Ende des Hahnenkamms den Abseilstand auf dem 1. Pfeiler erreicht. 35m zum Stand unter dem Kamin und weitere 55m bis zum Einstieg. Achtung beim Seil abziehen: verhängt sich leicht, da der Fels sehr rau ist! Weiter auf dem Zustiegsweg. Vom Marienberg genussreiche 7,3km MTB- Abfahrt nach Biberwier.
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September 2026
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