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Schartschrofen (N-Gipfel)/Alpinklettergarten Hallergehrenjoch, Tannheimer Berge, ca. 1900m, W-Wand „Haldenseeblick“, 6-, 4 SL

9/8/2026

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Bild
Haldenseeblick eben; 4. SL
Charakter: Im Gegensatz zur unlohnenden und teils gefährlichen N-Wand bietet diese kleine Wand auf der W-Seite des Bergs eine empfehlenswerte, bis über Mittag schattige Alternative zu den großen Nordwänden an Gimpel, Kelle- und Gehrenspitze. Der Fels ist über weite Strecken gut bis sehr gut und aufgrund der wenigen Begehungen noch nicht abgeklettert. Herrlicher Blick auf den Haldensee! Auch die Absicherung lässt keine Wünsche offen, nur die Einteilung der Seillängen bzw. Standplätze muss man optimieren, denn Seillängen mit 8m (!!) sind natürlich Quatsch. Aber wer weiß, vielleicht wollten die Erschließer einfach nur die kürzeste Longline der Welt schaffen oder hatten noch zu viele Bohrhaken im Keller rumliegen. 
Bild
Tannheimer Tal vom Zustieg
​Ideal an labilen, heißen Tagen oder um weniger erfahrene Leute ans Klettern jenseits der Klettergärten heranzuführen. Aufgrund zahlreicher weiterer, eher etwas schwierigerer Routen wird einem dort oben nicht langweilig, auch wenn die Felsqualität nicht überall gut ist.
Talort: Grän, Wanderparkplatz unterhalb der Seilbahn zum Füssener Jöchle, ca. 1150m (im Sommer teilweise gebührenfrei).
Zustieg: Mit dem MTB erst zur Talstation, dann recht zügig über den Erschließungsweg zur Querung des Logbachs, 1330. Hierher auch gemütlicher und teils geteert über Lumberg; Abzweig von der Pfrontener Straße am P. 1053m. Weiter in angenehmer Steigung auf gutem Forstweg zur Alpe Gessenwang, ca. 1580m. Das Wandl ist bereits von hier gut sichtbar. Falls man das Radl nicht an der Alpe stehen lassen möchte, kann man dem Fahrweg noch ein paar Meter weiter folgen und außerhalb des Weidegebiets „parken“. 5,8km/430hm über die flachere Variante via Lumberg, direkt 1,3km weniger. 
Bild
Überblick
​Von der Alpe über den bez. und sehr guten Wanderweg Richtung Schartschrofen/Füssener Jöchle. Auf etwa 1730m (Wegweiser) zweig man rechts ab („Schartschrofen“), bis man unter der Wand steht. Nicht bis zum Hallergehrenjoch aufsteigen. Weglos über Gras und Schutt in wenigen Schritten zum Einstieg etwas links oberhalb des tiefsten Punkts (ca. 1820m). Ca. ½ Stunde ab Radldepot.
Wandhöhe: 80m bis zum N-Gipfel
Kletterlänge: ca. 210m
Schwierigkeit: Meist um 5, wenige kurze Stellen 6-, teils auch etwas leichter
Erstbegeher: P. Schwarzmann, 2020
Material: Übliche Alpinkletterausrüstung, 40m Vollseil und 10 Expressen. Keile, Cams oder Friends aufgrund der guten Absicherung überflüssig. Stände meist an 2 BH mit Kette.
​Topo/Route: Fototopo und weitere Informationen (auch zu den anderen Touren) auf der Seite des Erschließers: https://www.allgaeu-plaisir.de/haldensee-blick-am-alpinklettergarten-hallergehrenjoch/.
Ergänzungen zum Topo:
1. SL: 23m, 5 BH, Stelle 6-; vom Einstieg oder etwas tiefer über leicht brüchigen Rücken (BH) zu kleinem Überhang (2 BH), darüber und auf Rampe (2 BH) rechts zu Fixseil.
2. SL: 20m, 5 BH, 2; Fixseil rechts folgen und noch kurz weiter nach rechts. SL 1 & 2 gleich zusammenfassen!
3. SL: 20m, 8 BH, 6-; rechts und steil gerade hinauf. Schöner Rechtsquergang zum Stand unter Schuppe.
4. SL: 16m, 5 BH, Stelle 5+; der Schuppe entlang links aufwärts zu Stand bei Wandbuch.
5. SL: 8 (!!)m, 2 BH, 4; linkshaltend weiter der Schuppe folgen. SL 4 & 5 unbedingt zusammenfassen!
​6. SL: 12 (!!)m, 10 BH, Stelle 6-; leicht zu griffigem Überhang, darüber und zu Stand in Schrofen neben der Abbruchkante der Wand.
7. SL: 25m, 1 BH, 1-2; über Grasschrofen zu Stand knapp unter dem höchsten Punkt. SL 6 & 7 gleich zusammenfassen!
Abstieg: Vom Gipfel links über abschüssige Grasrinne zum Wanderweg vom Schartschrofen und ins Hallergehrenjoch (1851m, weitere Klettermöglichkeiten). Links über den Wanderweg zurück zum Einstieg und entlang des Zustiegsins Tal. 
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