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Scharnitzspitze, Wetterstein, 2463m, SW-Wand „Montana“, 6-, 5 SL

29/6/2024

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Recht schön und recht clean - Martin hätt's gefallen: Riss am Beginn der 3. SL
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Zustieg über den Grasrücken vom Scharnitzjoch; Scharnitzspitze, östl. Wangscharte, Westgratturm & Schüsselkarspitze
Charakter: Eine kaum bekannte und mit sehr wenig fixem Material versehene Tour (erst ganz oben kommen ein paar BH einer neueren Tour daher), die dementsprechend selten begangen wird – zurecht wie wir meinen. Im Panico Kletterführer „Wetterstein Süd“ ist sie (noch) enthalten, könnte aber ohne Schaden für die kletternde Nachwelt entnommen bzw. nur in die Routenübersicht verschoben werden. Im grenzenlosen Netz findet man nichts, deshalb hier eine Beschreibung. Sehr abwechslungsreiche Felsqualität: von hervorragend (selten) bis brüchig/splittrig ist alles dabei. 
Vor allem der Ausstiegsbereich weist auffallend schlechten Fels auf, außerdem liegt jede Menge Lockermaterial aller Größen auf den Bändern herum. Klemmzeug ist definitiv nötig, umgehen sollte man damit auch können. Teilweise müssen auch die Stände selbst eingerichtet bzw. verstärkt werden. Muss man nicht gemacht haben, und wenn, dann reicht ein Mal. Wohl teilweise identisch mit der „Venezia“.
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grober Routenverlauf
​Zustieg: Start in Leutasch/Oberweidach, ca. 1100m, am gebührenpflichtigen Parkplatz am Sportplatz. Von dort per MTB auf gutem Forstweg bis etwa 1600m relativ gemütlich, ab dort (Gatter) deutlich grober, anstrengend (ohne Akku zumindest) und sausteil unter der Wettersteinhütte durch zur Wangalm, die man und nach 7,8km und 650hm erreicht. Dort oben auf 1753m verstaut man die Radln kuhsicher und weiter geht’s auf dem guten Wanderweg Richtung Wände. Vorbei am Gedenkblock, der leider eine weitere Tafel erhielt (ca. 1950m, Quelle, wenn’s nicht zu lang trocken war), zieht der Weg nach rechts hinauf zum Scharnitzjoch, 2048m. ​
Dort verlässt man den markierten Weg und folgt dem Steig auf und neben dem Grasrücken bis man einen relativ ebenen Platz unterhalb der Wangscharte erreicht und ein Depot einrichten kann; ca. 2280m. Links (westlich) unter den Wänden fallend queren, am gelben Bereich der „Spitzenstätter“ vorbei, bis man kurz nach der SW-Kante unter einer großen Platte links einer schwarz-gelben Wand mit markantem Loch steht; ca. 2250m. In etwa 10m Höhe steckt ein NH. Etwas weiter links beginnt eine neuere Bohrhakenroute („40 Jahre danach“, 6b; ehemals „Donnerwetter“; Topo dieser und weiterer Neutouren auf https://www.climbers-paradise.com/blog/figaro-6c-erstbegehung-im-wetterstein/ )
Wandhöhe: ca. 200m
Kletterlänge: 215m bis zum letzten Stand kurz unter dem W-Grat
Schwierigkeit: Im unteren Teil längere Stellen 6- (vielleicht auch 6), meist um 5; oben deutlich leichter.
Erstbegeher: unbekannt; „Venezia“ ist von Randl, Bucher und Schneider, 1982
Material: 8 Express, auch alpine, ein paar Bandschlingen, ein Satz Cams unbedingt nötig, da nur wenige, teils nur noch wenig Vertrauen erweckende NH stecken. 60m Doppelseil, auch für den Abstieg. Sonst die übliche Alpinkletterausrüstung.
Route: Vgl. Fototopo oben und folgende Beschreibung:
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Aurikel – in der Wand ist noch Frühling
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​1. SL: Gerade über Platte zu NH, rechts in gelben Fels und unter Überhängen wieder links aufwärts bis fast an deren Ende und bei NH darüber (anhaltend 6-/6). In leichterem, aber brüchigem Gelände zu Stand an eigener Köpflschlinge und 2 Cams. 53m, 6-/6, 2 NH
2. SL: Brüchig gerade und leicht links zu Riss, 4, SU. Diesen teils überhängend (2 NH, 5) hinauf zu Stand im Riss an alter Zapfenschlinge und 1 NH. 28m, 5, 2 NH
3. SL: Weiter durch den Riss (NH, 5+); wo dieser nach links zieht bei SU plattiger Rechtsquergang (6-) in gelben Riss und diesen teils überhängend (5+; NH nach dem Überhang) zu Stand an 2 BH. Hier kommen „Montana“, „Venezia“, SW-Wand, SW-Kante, „Donnerwetter“ und „40 Jahre danach“ in deutlich gestufterem Gelände mehr oder weniger zusammen. 45m, 6-, 2 NH
​Wer zum Gipfel will folgt am besten der BH-Route; ansonsten könnte man wohl auch entlang der BH abseilen.
4. SL: Vom Stand in Verschneidung (BH, 4+) und weiter über brüchiges, gestuftes Gelände (2-3), ein paar kurze Stufen (4-5, 2 BH) überkletternd zu Stand an 2 BH. 50m, 5-, 3 BH
5. SL: Vom Stand rechts über kleine Stufe (BH, 4), dann leichter (NH), teils brüchig gerade hinauf Richtung W-Grat. Abschließend über Erosionsrillenplatte (5+, BH) zu Stand. 40m, 5+, 2 BH, 1 NH
Wenige Meter rauf zum W-Grat und über diesen dem Weg des geringsten Widerstands folgend (dazu gehört auch ein enger Schluf) zum Gipfel. Max. 3.
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5. SL zum Westgrat
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Silberwurz am Scharnitzjoch
Abstieg: Vom Hauptgipfel durch Kamin abklettern (3), eben auf der Nordseite ums Eck und hinauf in Schrofenmulde (2). Links (im Sinn des Abstiegs) abklettern zu Abseilstand und ca. 50m nach N abseilen (oder durch die teils plattige, teils brüchige Rinne abklettern, 2-3). Dann fast eben nach rechts zur Wangscharte queren. Ein paar Meter zum Abseilstand nach Süden abklettern und weitere 60m abseilen (auch 3x20m möglich). Nach kurzem Gegenanstieg steht man bald wieder am Rucksackdepot. Entlang des Grasrückens zurück zum Scharnitzjoch, gemütlicher Wiesenbummel zur Alm und nach mehr oder weniger langem Tankstopp dort dank MTB nur weitere 15 Minuten hinunter in die Leutasch.
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Der traurige Grund unseres Hierseins – Gedenkfeier für Martin: schön, dass so viele Freunde und Bekannte den Weg zum Gedenkblock oberhalb der Wangalm auf sich genommen haben. Auch seine letzte Tour wurde fertig geklettert.
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