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San Paolo, Gardaseeberge, ca. 250 m, O-Wand (Placconata) "Via Giada Kurwi", 6+ (5+ obl.), 6 SL

22/12/2025

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Raue Rillen in der 5. SL
Langsam entwickelt sich ein richtiges Netz an Routen in diesem Wandbereich, der weder von der plattigen Felsstruktur noch von der Lage her zum Colodri oder zum Felsriegel von San Paolo passt. Irgendwie dazwischen. Auch von der Besucherfrequenz: bisher waren wir immer allein in dieser Ecke, auch wenn sich nebenan die Finger der Vorsteiger in den Wadeln der Nachsteiger festkrallen konnten. Die teilweise botanisch wirkende Plattenflucht haut einen auf den ersten Blick rein optisch nicht vom Hocker …
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Markierung am Zustiegsweg
​… und die meisten Routen enden in halber Wandhöhe, wo dann die Botanik überhandnimmt. Trotzdem, wenn man einmal an diesem Sektor Gefallen gefunden hat, kommt man immer wieder. Die Kletterei dort macht Laune und ist je nach Route durchaus anspruchsvoll. Die teilweise gut strukturierten Platten (Schratten, Erosionsrillen, Querrisse) sind immer noch angenehm rau. Meist ist saubere Fußtechnik statt athletischem Henkelgezerre angesagt. Aufgrund der ostseitigen Exposition bereits früh am Morgen Sonne, dafür verschwindet sie gerade in der kalten Zeit recht früh aus diesem Wandbereich. 
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Überblick und grober Routenverlauf
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Einstieg
​Die Tour selbst ist noch brandneu und deshalb sehr rau. Leichtere Passagen sind deshalb noch nicht abgeklettert und teils etwas erdig, trotz guter Putzarbeit kann auch mal ein Griff oder Tritt wackeln, aber nach ein paar Wiederholungen gibt sich das. Auf jeden Fall eine gelungene, empfehlenswerte Kreation mit meist sehr guter Absicherung (v.a. BH, einige SU-Schlingen und NH) und immer wieder sehr schönen Kletterpassagen. Bis auf die letzte SL (ZS aber möglich) sind die Längen sehr kurz. Am besten eine weitere Tour anhängen, sonst wird’s ein eher kurzer Klettertag.
​Zustieg: Von Arco kommend (am besten mit dem Radl) bis kurz vor der Pizzeria Lanterna links der erste Steig Richtung Wand geht. Immer eher links haltend, vorbei an den südlichsten Touren der eigentlichen San Paolowand und horizontal ein ganzes Stück auf Steig weiter nach Süden queren (blaue Anschrift „Sole“). Vor dem Band, von dem die „Sole“-Routen beginnen und etwas links einer bereits von der Straße sichtbaren, markanten, gelben Verschneidung (Fixseile) zur nahen Wand. Einstieg mit Metalltäfelchen markiert. 15-20 Minuten von der Straße.
Schwierigkeiten: anhaltend im 5. Grad mit ein paar kurzen Stellen bis 6+ (A0 möglich). Nur am Schluss leichter.
Material: übliche Alpinkletterausrüstung; 60m Doppelseil (letzte SL und Abseilerei) und 17 Expressen, darunter ein paar alpine. Ein paar offene Seilstücke schaden auch nicht, um ggf. SU nach- oder neu zu fädeln. Klemmzeug kaum noch gewinnbringend einsetzbar, da in den schwierigen Passagen Plaisirabsicherung und auch in den leichteren Bereichen gut abgesichert.
Route: Topo auf https://www.bergsteigen.com/touren/klettern/via-giada-kurwi-placconata/
Ergänzungen:
​
1. SL: Gut mit der 2. SL zusammenzuhängen (35m)
3. SL: Die Schlüsselstelle ist in freier Kletterei mit 6+ nicht unterbewertet! Bei geschickter Absicherung trotz Quergang gut mit der 4. SL kombinierbar (ca. 40m)
6. SL: Wirkt recht gekünstelt, da wenige Zentimeter weiter links die „Sole de Rinonova“ verläuft. Zwischenstand an SU möglich. Vor dem Stand kommt unnötig früh ein Fixseil runter.
Wandbuch gibt’s leider keins.
Erstbegeher: G. Damian & K. Wieser, Juli 2025. Vielen Dank für’s erschließen und putzen!
Abstieg: Entweder über die Route abseilen (wenn keiner nachkommt) oder vom letzten Stand ein ganzes Stück entlang von Fixseilen, später ohne (Achtung, Grasschrofen, ausrutschen verboten) zur Abseilpiste der drei rechten „Sole“-Routen und entlang dieser 5x 20-25m abseilen. Mit Doppelseilen kamen wir mit 60 & 50m runter; am Schluss freihängend.
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