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Pilgerschrofen, 1769m, Ammergauer, NO-Wand „Gerner“, M4/5-6 SL

16/3/2025

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Schottische Gefühle im Turfparadies am Pilgerschrofen - 4. SL beim Abseilen
Auch so ein Ziel, das wir immer mal ansteuern wollten und dann doch wieder aus dem Blick verloren haben. Dank des neuen Ammergauer Kletterführers (Panico), gab’s keine Ausreden mehr. Nachdem der Neuschnee der letzten Tage bereits intensiv ausgenutzt worden war, stand einer kurzen Mixedkletterei mit viel Gewühle nichts im Weg. Die Lawinenlage passte trotzdem, das Wetter war eh egal und die Forstweg bis etwa 1200m mit dem MTB fahrbar. Ohne Motorradl übrigens! Der Schifahrer in mir ließ mich die 99cm Schi an den Rucksack hängen, so kam auch die Gaudikomponente nicht zu kurz. 
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Ein grauer Tag beginnt (St. Coloman)
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Kurz unterm Radldepot
Da wir nicht sicher waren, ob in den neueren Touren das Gras gut genug gefroren war und der regelrecht in den Wänden klebende Neuschnee sämtliches fixe Material verdeckte, entschieden wir uns für ein leicht zu findendes Rinnensystem, das bereits 1921 von unserem Sektionskollegen L. Gerner erstbegangen worden war. Damals aber im Sommer. Es wurde eine unterhaltsame Tour an einem durchweg grauen Tag mit mal wieder richtig durchgesuppter Ausrüstung. Vor allem der Schneeregen bei der Radlabfahrt sorgte dafür, dass nichts trocken blieb, was aber der guten Laune absolut nicht im Weg stand.
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Grober Überblick über den unteren Wandteil
​Charakter: Abwechslungsreiche Winterunternehmung durch eine gestufte Wand hoch über dem Schlösserwahnsinn. Im Winter eine unglaublich ruhige Ecke mit einigen weiteren Touren zwischen M4 und M6 und immerhin bis zu 13 SL lang. Bei schönem Wetter geniale Sicht ins Alpenvorland. Vom relativ geringen Schwierigkeitsgrad soll man sich nicht täuschen lassen: fixes Material ist nicht gerade üppig vorhanden und die weitere mobile Absicherung ist anspruchsvoll, da sinnvolle Placements nicht immer offensichtlich sind. Unbedingt warten, bis das Gras ordentlich durchgefroren ist. 
Bei Neuschnee oder hoher Schneelage sind nicht alle Stände und schon gleich gar nicht die wenigen gebohrten Zwischenhaken zu finden. In der Route wechseln sich steile, meist fette Turfaufschwünge mit Rinnengestapfe ab. Der Abstieg per viermaligem Abseilen ist sehr bequem, allerdings sollten zukünftige Begeher ein paar Maillons und Seilstücke mitnehmen, um die Stände zu optimieren. Bei Tauwetter, viel Neuschnee oder Lawinengefahr kommt einiges über die vielen Rinnen herunter, das sollte man bei einem Einstieg im Hinterkopf haben.
​Bei Neuschnee oder hoher Schneelage sind nicht alle Stände und schon gleich gar nicht die wenigen gebohrten Zwischenhaken zu finden. In der Route wechseln sich steile, meist fette Turfaufschwünge mit Rinnengestapfe ab. Der Abstieg per viermaligem Abseilen ist sehr bequem, allerdings sollten zukünftige Begeher ein paar Maillons und Seilstücke mitnehmen, um die Stände zu optimieren. Bei Tauwetter, viel Neuschnee oder Lawinengefahr kommt einiges über die vielen Rinnen herunter, das sollte man bei einem Einstieg im Hinterkopf haben.
​Zustieg: Start in Hohenschwangau (ca. 800m, zahlreiche Parkmöglichkeiten in allen möglichen Preiskategorien) und, nachdem man den Hotspot Alpsee hinter sich gebracht hat, Auffahrt mit dem MTB über den bestens ausgeschilderten aber sausteilen Forstweg (max. 17%) zum Älpele, 1296m, je nach Schneelage spätestens hier Fahrraddepot (4km ab dem unteren Parkplatz in Hohenschwangau). Nun, dem Wanderweg zum Säulinghaus folgend, hinauf zur Wildsulzhütte, ca. 1430m. Bis etwa 1500m dem Wanderweg weiter folgen und steil durch ein Kar zum Fuß der markanten Steilrinne, die den Durchstieg vermittelt. Je nach Schneelage bietet sich eine Kombination mit (Kurz-)Schi an. Einstieg: N47° 32.336' E10° 44.595', 1620m, knapp links der Gipfelfalllinie.
Kletterlänge: ca. 250m auf 6 SL und bei einer Wandhöhe von etwa 150hm zum Gipfel.
Schwierigkeit: Stellen M4, auch mal längere Passagen, wenig reiner Fels, meist Turf. Oft leichter. Bei Neuschnee recht anspruchsvoll für den Grad. Einige der BH sind im Winter unter Eis oder Schnee nicht zu finden.
​Erstbegeher: L. Gerner u. Gef., Juni 1921
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Warum lange nach Bohrhaken wühlen?
Material: Übliche Mixedkletterausrüstung, 60m Doppelseil, 8 Expressen, davon sollten einige verlängerbar sein. Satz Cams (klein – mittel), sicherheitshalber 2-3 Specter Ice Pitons, paar Normalhaken, 1 Snarg/Spiralzahnhaken oder so.
Route: Topo im Panico Kletterführer „Ammergauer Alpen“. Im Netz findet sich nicht viel. Wir können wegen des ganztägigen Nebels leider kein vernünftiges Wandbild beisteuern.
Ergänzung zum Topo
1. SL: Von links her eingestiegen, Seil erst unter der ersten steileren Stufe benutzt, einzelnen BH nach 23m als ZH benutzt und Stand nach weiterem ZH an massiver Fichte unter Kaminrinne. 45m, M3, 2 BH
2. SL: Durch den Spalt (M3) unter Steilaufschwung, rechts an Schuppe (Cam 0,5) queren und abklettern (M4) in Rinne (rechts der Stand, unangenehm zum anklettern, ggf. auslassen) und durch diese zunehmend leichter (ZH nicht gefunden) in Stapfgelände. Je nach Seillänge rechts an Baum Stand machen oder weiter stapfen zu kleinem Felsriegel rechts unterhalb einer riesigen, höhlenähnlichen Gufel. Stand an 2 BH. 65m
​3. SL: Über den Riegel (M4), durch Rinne stapfen, bei Verzweigung links abbiegen (nicht in die rechte Rinne mit ihrem Klemmblock), ZH am Beginn der linken Rinne (nicht gefunden) und zunehmend steiler und turfiger (M3) zu Stand an 2 BH (rechte Seite). 50m, M4
4. SL: Steil über die schwer abzusichernde Turfstufe (ZH nicht gefunden, Cam 0,75) und über zunehmend leichteres Gelände zu Stand an Cams; rechts soll ein BH-Stand sein; nicht gefunden. 55m, M4
5. SL: Rinne gerade weiter über eine Steilstufe (M3) und bald leichter zum „Apostelgrat“; Stand an Baum. 25m, M3
In wenigen Minuten über den leichten SO-Grat zum bereits sichtbaren Gipfelkreuz.
Abstieg: Vom Gipfel den Grat entlang zurück zum Ausstieg. Entweder an Baum (nicht eingerichtet) abseilen oder etwas nördlich der Ausstiegsrinne über steiles, aber unschwieriges Gelände vorsichtig absteigen, bis kurz oberhalb der letzten M4-Stelle links ein Baum mit Repschnurschlinge auftaucht. Von dort 25m zum 4. Stand (nur Seilstück, kein Maillon) abseilen. 50m zum 3. Stand (fixer Karabiner), 50m zum 2. Stand (Maillon angebracht) und weitere 50m zum Wandfuß.
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