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Oberer Mutteturm, Lechtaler, ca. 2560m, NW-Wand „Quere Welt“, 5 SL/6-/A0 & „Letzter Streich“, 5 SL/5

5/7/2025

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„Quere Welt“, 4. SL
Nachdem für heute wieder recht warmes Sommerwetter angesagt war, das aber auch die ein oder andere Wolke mit Begleitung im Gepäck haben könnte, suchten wir uns ein hochgelegenes, kühles Klettergebiet aus, das mehrere kürzere Routen im Angebot hat. Geplant waren zwei Routen im rechten Wandteil der Muttetürme, sollte es früher tröpfeln, dann könnten wir es auch nach einer Tour gut sein lassen. Also Fortsetzung der im letzten Jahr begonnenen Inspektion all unserer Routen an den da oben, heute nun Nr. 6 und 7. Zügig ging’s über den teils von Unwettern in Mitleidenschaft gezogenen Weg durchs Hahntennkar hinauf bis zur ersten Versicherung Richtung Scharnitzsattel. 
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Start am Hahntennjoch
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Knabenkraut im Hahntennkar
​Rechts ab, vorbei am Einstieg von „Frühlingstreiben“, rechts um den Vorbau herum, einigen blauen Punkten folgend in die teils unangenehme, steile Schutt- und Bröselrinne, die hinauf zu den Einstiegen rechts der beiden markanten Nadeln am Ende der Rinne führt. Kalt wie immer da oben, aber heute gut so. Als erstes stiegen wir durch die „Quere Welt“. Die zache 1. SL ging mal wieder nur mit Hilfe eines Silberlings an der rechten Stelle, der Rest lief dahin. Teils sehr schöner Fels, teils etwas schuttbedeckte Bänder und am Schluss zwei nette Quergänge. Wir zogen die Laschen nach, ersetzten ein paar Schlingen und schauten ins Wandbuch. 
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Ungefährer Routenverlauf (altes Bild, momentan weniger Altschnee)
​Laut diesem war es die 16. Begehung heute. Da das Wetter bereits leicht ungut aussah, kletterten wir die Route „Letzter Streich“ toprope, da über diese Route sowieso die Abseilerei verläuft. Auch hier sahen wir nach dem Rechten, laut Wandbuch die 30. Begehung, was uns aufgrund des eher unangenehmen Zustiegs doch erstaunte. Aber es ist halt die leichteste Route da oben und der Fels ist wirklich schön. Pünktlich mit den ersten Tropfen waren wir wieder am Einstieg. Außer uns waren heute noch drei Seilschaften unterwegs, das gab‘s glaub ich noch nie. 
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Alpenrosen vor den Muttetürmen
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Alpenrosen im Hahntennkar
​Schnee liegt so gut wie keiner mehr, ist aber auch kein Wunder nach dem schneearmen Winter, und so ging’s über Schutt flott runter in den Karboden und über Enzianwiesen zurück zum Hahntennjoch. Wieder ein schöner Klettertag da oben. Gutes Ziel für heiße Sommertage oder an einem stabilen Nachmittag mit viel Sonne in der Wand. Die Routen sind allerdings nur mit ein paar BH pro SL abgesichert, der Rest kann und muss mobil erfolgen. Alle Stände sind mit 2 BH ausgestattet, allerdings mit verzinktem Material, da wir es damals nicht besser wussten. 
​Charakter: Die Wand befindet sich westlich von P. 2546m im NO-Grat des Muttekopfs, von uns „Mutteturm“ genannt. Rechts befindet sich eine große Platte, die einem während des ganzen Anstiegs durch das Kar ins Auge sticht. Schöne Kletterei in teils sehr gutem Kalk, einige schuttbedeckte Bänder gibt’s aber auch. Da die Wand trotz ihrer schattigen Lage im Frühling schnell abtrocknet ideal mit einer Schitour auf den Muttekopf bzw. Scharnitzkopf kombinierbar. Die Wand liegt am Nachmittag in der Sonne. Schöne Unterbrechung beim Zugang zu den Klettergebieten der Muttekopfhütte vom Hahntennjoch.
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Da kam einiges runter, teils auch wegzerstörend
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Silberwurz
​Zustieg:
a) Vom Hahntennjoch, 1894m
Vom Joch dem Wanderweg Richtung Scharnitzsattel/Muttekopfhütte folgend ins Hahntennkar. Vorbau und Plattenwand sind während des Zustiegs gut einsehbar. Am Beginn der Versicherungen zum Scharnitzsattel wenige Meter rechts aufwärts zum Vorbau (ca. 2350m Einstieg „Frühlingstreiben“) und westlich um diesen herum. Bei markantem 30m-Turm rechts (westlich) zum höchsten Punkt des Kars (ca. 2400m). 
Einstieg links neben Klemmblock bei BH an glattem Pfeiler (vgl. Wandfoto). GPS-Koordinaten: 47°16‘ 23,8‘‘N/10°39’15,5‘‘E, WGS 84
b) Von der Muttekopfhütte, 1934m
Von der Hütte dem Wanderweg Richtung Scharnitzsattel/Hahntennjoch folgend ins Scharnitzkar und zum Scharnitzsattel, 2441m. Über den markierten und teils gesicherten Wanderweg nach N hinab zum Einstieg am Vorbau. (s. o.)
Wandhöhe:      je 170m
​
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Alpenmohn, ein unglaublich robuster Schuttfestiger
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Unangenehmer Zustieg, mit sehr festen Schuhen deutlich leichter
​Kletterlänge:    je ca. 200m auf 5 Seillängen
Schwierigkeit: „Quere Welt“: anhaltend 5, je eine Stelle 6+ (oder 6-/A0) und 7- (beim Notausgangschild im Rechtsbogen umgehbar) => muss wohl auf diesen Grad aufgewertet werden; E 2-3
„Letzter Streich“: anhaltend zwischen 4 und 5; E 2+
Material: 2 BH an den Ständen, 3-5 Zwischen-BH pro SL; weitere Zwischensicherungen mit Friends (0,5-4). Zusätzlich zur normalen Alpinkletterausrüstung Doppel-/Zwillingsseil (60m) für den Abstieg, Satz Cams/Friends (s.o.), 8-10 Express, Stöcke und stabile Schuhe für Zu- und Abstieg.
Erstbegeher: „Quere Welt“: Martin und Stefan Feistl, 11.09.2012 von unten; „Letzter Streich“: Steffi, Martin, Christine und Stefan Feistl, 30.08.2013 ebenfalls von unten. Sicherung ausschließlich mobil; alle Zwischenhaken wurden später gesetzt. Wir fanden keinerlei Begehungsspuren vor.
Abstieg: Vom letzten Stand (Kette mit Abseilöse) 55m leicht linkshaltend abseilen zum 3. Stand der
Route „Letzter Streich“. Von dort 55m zum 1. Stand dieser Route. Von dort 35m zum E abseilen.
Route:
„Quere Welt“:
​
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Los geht’s
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Umgehung der Schlüsselstelle
​1. SL: Links an der Kante entlang (6+ oder 6-/A0, 2 BH, Cams) auf Band. Ziemlich gerade über Platten mit seichten Rissen hinauf (7-, 3 BH) oder rechts herum über Band („Notausgang“, BH, verlängern!) und Rampe (4+, BH) auf Pfeilerkopf zu Stand an 2 BH. (40m, 7- bzw. 6-/A0, 5 Zwischen-BH)
2. SL: Durch Riss (5-) links auf Platten. Über diese gerade hinauf (5) in leichteres Gelände zu Zapfen. Über diesen zu weiterer Platte und über diese (5) in leichteres Gelände. Einige Meter nach rechts zu Stand an 2 BH. (40m, 5, 4 Zwischen-BH)
​3. SL: Über Piazriss (5) hinauf, dann rechts zu Platten; erst links, dann gerade über die steile Löcherplatte (5) zu kleinem Überhang. Über diesen (5+) zu Stand auf breitem Band unter großem Überhang an 2 BH. (50m, 5+, 5 Zwischen-BH, 1 SU)
​4. SL: Das Band kurz rechts abwärts. Unter dem Überhanggürtel einige Meter rechts ansteigend queren (BH, SU), bis man diesen an Riesenhenkeln überwinden kann (SU, F1). Über Traumpfeiler in bestem Fels zu Stand an 2 BH, (Pfeiler lehnt sich zurück). (35m, anhaltend 5; 3 Zwischen-BH, 2 SU, Wandbuch)
​5. SL: Etwas oberhalb des Wandbuchs rechts über Steilrinne zu weiterem Plattenpfeiler (4). Über diesen mehr oder weniger direkt (4 und 5) zum Gipfelgrat. Stand an 2 BH, 1 NH, Kette (30m, 5, 3 Zwischen-BH; identisch mit dem letzten Stand des „Letzten Streichs“)
 
„Letzter Streich“:
1. SL: Glatt am Klemmblock hinauf piazen (4+, BH) und links durch die glattgescheuerte Platte zu BH. Rampe rechts Richtung Schlucht (3) zu BH. Gerade über schöne Platten parallel zur rechten Begrenzungskante hinauf zu zwei weiteren BH (4+). Oberhalb des Letzten auf Leisten Quergang rechts um Kante (BH) in Schlucht (5-). Einige Meter durch diese (1) links zu Stand an 2 BH. (40m, 5-, 5 Zwischen-BH)
​2. SL: Etwas links vom Stand über Rampe in bestem Fels zu orgelpfeifenartiger Struktur (Friends, BH, 4+). Über diese zu SU (4+). Über flachere Platten (3, BH) zu Stand an 2 BH unter markanter Platte mit tiefen Rillen. (30m, 4+, 2 Zwischen-BH, 1 SU)
3. SL: Über Platte zur tiefsten Rille (4+, BH). Durch diese über Wulst (5, BH, F2) und weiter in der Rille zu BH. Über Platten (BH; 4, 3), am Ende etwas schrofig rechtshaltend zu Stand auf Band an 2 BH. (40m, 5, 3 Zwischen-BH)
​4. SL: Etwas nach rechts und über Platte zu Absatz (4, BH). Gerade zu schönem Piazriss (SU, 5-) und über Platten und Risse (4, BH, F2) zu Stand an 2 BH. (35m, 5-; 2 Zwischen-BH, 1 SU, Wandbuch)
5. SL: Links haltend über Rampe zu BH (3, 4). Dann über schönen Piazriss zu BH an Plattenpfeiler (4+). Über diesen (BH, 4+) zum Gipfelgrat. (45m, 4+, 3 Zwischen-BH). Stand an 1 BH und 1 NH auf der Südseite des Grates (identisch mit dem letzten Stand der „Queren Welt“).
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4. SL
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2. SL
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1. SL, der glatte Kamin und die Platten darüber
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