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Monte Baone, Gardaseeberge, 480 m, O-Wand „La Lumaca“, 6-, "Via Edera", 6 oder 5 (je nach Variante), „Via Guide Alpine“, 6-, „Metamorfosi“, 6-, „Via del 92° Congresso“, 3; 4-7 SL

23/12/2025

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„La Lumaca“, 3. SL
Auf zwei Tage verteilt (deshalb unterschiedliches Wetter auf den Fotos) schauten wir uns sechs Routen an diesem schön gelegenen, relativ neu erschlossenen Mehrseillängen- und Klettergarten-gebiet auf der Ostseite des Monte Baone direkt über Arco an. Auch ein paar kurze Rissklassiker zum selbst absichern und gruseln findet man hier (Parete Lomego). Links um die Ecke befinden sich auf der Südseite des Massivs die altbekannten und mittlerweile spiegelglatt polierten Baoneplatten. ​Die genannten Touren haben bis auf die „Congresso“ am Gipfelgrat alle eine ähnliche Charakteristik: 
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Auffahrt durch den großen Olivenhain
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Zustieg; klar erkennbar: die hellen Streifen der diversen Routen
​auf eher flache, griffige und strukturierte Platten folgt ein ausgeholztes Band und dann wartet im oberen Teil ein deutlich steilerer Bereich mit buntem Fels und Tropflöchern; deshalb auch die Beschreibung in einem Text. Da es sich für Arcoverhältnisse eher um leichte Routen handelt, sind diese (bis auf die „Lumaca“) recht stark frequentiert und bereits relativ abgegriffen. Trotzdem einen Besuch wert, denn gerade in der kalten Jahreszeit scheint die Sonne bereits früh in die Wand. Außerdem ist der Blick auf Arco, den Gardasee und einen der größten Olivenwälder weit und breit nicht zu verachten. 
Bild
Grober Routenverlauf der beschriebenen Routen (rechter Wandteil)
Bild
Oberer Teil der „Lumaca“, in Ausstiegsnähe mit markanter Zypresse
Da die Routen alle relativ kurz sind und sich zügig klettern lassen, bietet es sich an, gleich mehrere davon hintereinander unter die Finger zu nehmen; Abseilen macht hier aber wenig Sinn, dafür gibt es einen schnellen Fußabstieg. Wer möchte, kann als Tagesabschluss noch auf den Monte Baone steigen, entweder über den Wanderweg oder über die nette „Via del 92° Congresso“, die zwar auch markiert ist wie ein Wanderweg, aber Kletterstellen bis zum 3. Grad (samt Ständen und ein paar Zwischensicherungen) aufweist. Dafür kann man dann den Klettertag mit einem richtigen Gipfel samt Kreuz und tollem Panorama abschließen und bei einem Abstieg über Laghel eine schöne Überschreitung machen.
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Im Olivenhain
Zustieg: Von Arco kommend (am besten mit dem Radl) von der Straße Arco-Riva kurz nach dem Zentrum rechts hinauf bis zum Parkplatz „Castello“. Einfach der Beschilderung „Castello“ und „Laghel“ folgen. Von dort ein paar Meter links die gepflasterte Straße (Kreuzweg) aufwärts und links ab auf geteerter Straße (Via del Calvario, Richtung „Località Fontanelle“) erst steil dann flacher durch den Olivenhain, vorbei an einem Haus und am Schluss auf Kiesweg bis zu dessen Ende bei kleiner Schranke. Man hat dabei die Wand immer im Blick.
​10 Minuten vom Parkplatz „Castello“. Rechts über anfangs betonierten Weg durch die Oliven, an dessen Ende bei einem Tor links im Zickzack auf gutem Weg zur Wand, die man beim Einstieg der „Edera Var.“ bzw der „Via Guide Alpine“ erreicht. „Metamorfosi“ etwas weiter rechts, „Edera“ etwas, „Lumaca“ viel weiter links (somit ideal als zweite Tour, da man beim Fußabstieg am Einstieg fast vorbeikommt; siehe Abstiegsbeschreibung). Weitere 5-10 Minuten. 
​Schwierigkeiten: Bis auf die leichte „Congresso“ am Gipfelgrat liegen alle genanneten Routen bis zum Band anhaltend im 4., oberhalb im 5. Grad mit kurzen Stellen 6-. Bei der „Edera“ bildet der recht abgeschmierte Originaleinstieg mit 6 gleich die Schlüsselstelle.
Material: übliche Alpinkletterausrüstung; 60m Doppelseil, Klemmgeräte können verwendet werden, sind aber nicht unbedingt nötig (am ehesten in der „Lumaca“), ein paar Schlingen und 8-10 Expressen. Die Touren sind gut mit SU-Schlingen, zahlreichen BH und NH abgesichert.
Route: Topo Sehr gute Topos der genannten und weiterer Touren findet man auf https://www.klettern-sarcatal.com/baone.htm. Ein paar ganz nette Videoclips über einige Touren und deren Entstehung kann man sich auf dem Videokanal https://www.youtube.com/c/GerhardWiedemann anschauen.
Ergänzungen:
„Lumaca“:
Mit 60m-Seil die ersten beiden Längen gleich zusammenfassen;
Die Querung ums Eck (nominelle Schlüsselstelle) kam uns deutlich leichter vor, als der raue, steile Riss in der letzten SL.
Bei dieser Tour schaden ein paar Cams am Gurt nicht.
​„Edera“:
1. & 2. SL: gut zusammenzufassen => 30m (egal welcher Einstieg)
3. & 4. SL: ebenfalls => 55m
5. & 6. SL: auch => 25m
7. SL: nach dem sehr abgegriffenen Elefantenrücken unbedingt noch den Zapfen mitnehmen (2 BH). Problemloser Abstieg nach S, Stand
​„Guide Alpine“:
1. & 2. SL: gut zusammenzufassen => 60m
3. & 4. SL: ebenfalls => 55m
Wir fanden die 5. SL schwieriger und anhaltender als die 6. SL oder zumindest gleich.
„Metamorfosi“:
1. & 2. SL: gut zusammenzufassen => 50m
5. SL: Abgegriffen
„Congresso“:
Gut seilfrei möglich, aber teilweise ausgesetzte Querungen. Sicherung möglich: ein paar Stände und fixe Zwischensicherungen vorhanden. Rot markiert.
​Erstbegeher: „Lumaca“: H. Grill, B. Holzer, S. & M. Heiss, F. Kluckner 2023; „Edera“: G. Kuen & M. Röck, 2021; „Guide Alpine“: F. Kluckner & M. Bernardi, 2021; „Metamorfosi“: F. Kluckner, G. Kuen, G. Wiedenmann 2022; „Congresso“: Unbekannt. Vielen Dank für’s erschließen und vor allem putzen dieser schönen Linie!
​Abstieg: Vom Ausstieg der „Guide Alpine“ & „Metamorfosi“ Steinmännern folgend zum nahen Weg am Südrücken und diesem folgend über schön erodierten Fels und später in einer Art Schuttrinne zu einem Sattel am Beginn des Olivenhains (Fahnenmasten). Teils rote Punkte, teils Steinmanndl. Dem schmalen Fahrweg folgend in wenigen Minuten zum Radldepot. 
​Vom Ausstieg der „Edera“ am Wandbuch erst noch ein Stück linkshaltend durch den felsdurchsetzten Wald aufwärts (Stelle 3), bis ein paar Steinmanndl hinüber zum Weg leiten. Vom Gipfel bietet sich der Abstieg nach Norden an. Auf und ab durch den Wald, am Schluss etwas steiler hinunter in einen Sattel zwischen Laghel und Padaro (großer weißer Strommast). Nun rechts (östlich) der Bezeichnung „Laghel“ folgend auf breitem Wanderweg hinunter zur Straße, die durch den Olivenhain zum Kreuzweg und steil zurück zum Parkplatz „Castello“ führt.
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