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Mallos de Riglos: Pisón, Serra de Loarre (spanische Vorpyrenäen), 934m, S-Wand „Pany-Haus“, 7 SL, 7+ (6/A0) & O-Wand „Normal“, 3 SL, 6-

20/8/2025

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Firé vom Pisón
Nach dem ausgeprägten Kulturprogramm während des Auftakts unserer Runde (Schwarzwald, klettern am Kandelfels – MTB-Runde am Col de la Schlucht/Vogesen - Nancy - Paris- Nantes, Innenstädte jeweils per Radl gesightseet - Mont Saint Michel (wer das jemals gesehen hat, der wird nie mehr von Overtourism am Eibsee sprechen) - Gezeitenkraftwerk St. Malo - Biarritz - Besteigung der Dune du Pilat, 103m, höchste Düne Europas  - Santander), führte der anhaltende Felsmangel langsam zu deutlichen Entzugserscheinungen. 
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Granitkletterei am Kandelfels im Schwarzwald
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Vogesen Hauptkamm am Hohneck
​Auch weil die im nordspanischen NP Picos de Europa geplanten Klettereien leider gewaltigen Waldbränden in der Umgebung zum Opfer fielen, so dass es bei einer Wanderung blieb. Hat uns etwas überrascht im feuchtesten und kühlsten Gebiet Spaniens. Etwas betrübt und planlos ging‘s deshalb weiter, in ein paar zufällig entdeckten Klettergärten am Wegesrand konnten man sich wenigstens mal wieder die Finger etwas langziehen. Als es nach Burgos & Pamplona mit den Städten wirklich reichte, tauchten wie eine Fatamorgana die Mallos de Riglos am Horizont auf. 
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Nancy
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Sightseeing mit dem Radl, echt angenehm!
​Wer diese Türme sieht und klettert, muss auf einen dieser Zapfen einfach rauf. Ganz rauf! Wenigstens ein Mal. Uns ging’s zumindest so. Ein paar beeindruckende Konglomerattouren mit zahlreichen Gänsegeiern aus nächster Nähe hoben die Laune immens, könnten aber im Lauf der nächsten Jahre einen ausgeprägten "Dawillichsofortwiederhindruck" aufbauen. Den Eiffelturm anschauen ist schon recht, aber im Vergleich zum Mallo Pisón ist das halt doch nur ein Alteisenhaufen. Allerdings einer für den man ein Ticket braucht. Dennoch eine interessante, abwechslungsreiche und empfehlenswerte Anreise.
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Das Kloster im Meer: Mont Saint Michel
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Schleuse am ältesten Gezeitenkraft der Welt (St. Malo); 14m Tidenhub!
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Nantes
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Schi wären recht; Dune du Pilat, mit 103m höchste Düne Europas
Charakter: Unten anspruchsvolle Kamin- und Risskletterei mit einigen nicht ganz einfach zu kletternden Überhängen (bis 7+). Teilweise wächst üppig Gemüse im dunklen Schlund. An den schwierigen Stellen relativ gut gesichert, dennoch weit weg von Plaisir. An der Schlüsselstelle (ein ausladender Überhang) stecken Schlingen und NH sehr eng, so dass die Stelle problemlos A0 geklettert werden kann. Ansonsten ist zwischen den BH, NH und fixen Schlingen immer wieder Eigeninitiative gefragt. Der 6. Grad im Vorstieg sollte sicher beherrscht werden, sonst wird’s stressig. 
​Teilweise schon ordentlich abgegriffen. Deutlich anspruchsvoller als der „Espolón Adamello“ und auch weniger begangen. Es gibt wahrscheinlich bessere Routen dort; uns wurde sie als Klassiker empfohlen. Recht unterhaltsame und erstaunlich raue Kletterei bietet die „Normal“ zum Gipfel. Gut abgesichert, aber teilweise weitere Abstände in den leichteren Passagen. Das tolle Gefühl auf so einem unnahbaren Konglomeratturm zu stehen, ist unschlagbar, auch der geniale Rundumblick auf die anderen Türme lohnt einen Besuch. Da der Normalweg schon bei 6- liegt, sicher einer der anspruchsvollsten Gipfel, die es so gibt. Beim nächsten Mal würde ich den Gipfelaufstieg aber mit dem „Espolón Adamello“ kombinieren, nur wussten wir es gestern noch nicht besser.
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Biarritz, schwimmen statt klettern
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Von den Picos nach Burgos; viele Sonnenblumenplantagen entlang der Straße
​Talort: Riglos, 678m; gebührenpflichtiger Parkplatz am Ortseingang (620m, derzeit, d.h. 2025, günstige €3,- pro Tag, Wohnmobile etwas teurer). Hilfreich ist das Refugio im Ort, wo man neben übernachten, essen und trinken auch ein Tourenbuch einsehen und diverse Führerliteratur kaufen kann.
Zustieg: Kurz! Durch den Ort zur Kirche direkt unter den Südwänden und auf Steig unter die Wand (vgl. Wandbild). Einstieg direkt am Beginn des Kamins zwischen Pisón und dem Macizo, dem rechten Anhängsels des Pisón, ca. 700m.
​Wandhöhe: ca. 230m
Kletterlänge: ca. 230m zur Scharte und 80m zum Ausstieg am Gipfel
Schwierigkeit: Ein Überhang 7+, ein Überhang 6, ein paar Stellen 6-, ansonsten sehr anhaltend im 5. Grad, nur die letzte SL zur Scharte ist leichter. Der Normalweg zum Gipfel bietet ebenfalls leichtere Genusskletterei mit ein paar Stellen im 5. Grad und einem Überhang mit 6-. Vom Ausstieg ein paar Meter Gehgelände zum Gipfelsteinmann.
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Kreuzgang der Kathedrale von Burgos
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Pena Calva, netter Klettergarten zwischen Burgos und Pamplona
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Stierkampfstadt Pamplona
​Material: Normale Alpinkletterausrüstung, 10-12 Expressen (auch alpine) und 60m-Doppelseil (Abstieg!). Ein Grundsortiment an (Link-)Cams und ein paar Schlingen sollten vorsichtshalber mit am Gurt hängen.
Route: Gutes Topo im Kletterführer „Escalada en los Mallos de Riglos“ von Felipe Guinda im Prames Verlag (spanisch). Sehr gutes, detailliertes Topo (französisch und spanisch) inkl. Gipfelwand und Abstieg auf https://www.camptocamp.org/routes/458054/es/mallos-de-riglos-macizo-del-pison-pany-haus.
Anmerkungen:
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Keine Fatamorgana, echte, hohe Felsen! Mallos de Riglos
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Grobe Routenübersicht
​1. SL: Die Route beginnt etwas rechts der Kaminreihe/Schlucht. Nach einem relativ einfachen Vorbau quert man auf rötlichem Fels links in den Kamin. Nicht von zwei weiteren Routen in dem Bereich verwirren lassen. Wenig fixes Material.
2.-5. SL: Kaminkletterei; die Route ist einfach zu finden, da man immer in dem dunklen Loch bleibt. Ein paar wenige Passagen mit Vogelscheiße würzen das Ganze.
5. SL: Fürchterlich abgespeckte, außen überhängende, innen sehr enge Stelle direkt über dem Stand; gibt mir bis heute Rätsel auf. Wir haben das Ganze in einer großzügigen Rechts-Links-Schleife umgangen. Teils sehr ausgesetzte Querung, wenig fixes Material, ca. 5+/6-. Oberhalb des glatten Schlufs wieder in die Route eingefädelt.
6. SL: Diese leichte SL (3-4) führt zum Sattel, von wo die „Normal“ beginnt. Mit seltsamen fixen Schlingen abgesichert.
7. SL: Originelle Kletterei durch ein paar Einbuchtungen diagonal nach links oben.
8. SL: Nach einem kurzen Bauch (5-) links über leichte Platte zum Stand.
9. SL: Über den sperrenden Überhang (BH, Eisenstift) und zunehmend leichter Richtung Gipfel. Stand an einem der dort wachsenden Bäumen.
​Erstbegeher: J. Panyella & A. Casasallas, 1946
Abstieg: Vom Gipfel des Pison zurück zum letzten Stand an einem Baum und auf Steigspuren in wenigen Schritten zu einem Fixseil, das zur 1. Abseilstelle leitet. 60m über die Ostwand zur Scharte (Drahtseile, Abseilstelle). 30m Richtung S abseilen und an einem weiteren Drahtseil hinunter zum Abstieg vom Macizo. Am Drahtseil zur 3. Abseilstelle. Von dort 25-30m in die Schlucht, weiter dem Drahtseil und sogar ein paar Eisenklammern nach zum nächsten Abseilstand. Entweder 30m abseilen und erneut einem Drahtseil entlang (steil!) zum letzten Abseilstand oder gleich 50m bis knapp vor diesen Stand fahren. Von hier beeindruckend freihängend 60m hinunter zum Wandfuß, den man nicht weit vom Einstieg erreicht.
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