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Mallos de Riglos: Macizo, Serra de Loarre (spanische Vorpyrenäen), 850m, S-Wand „Espolón Adamello“, 6 SL, 6+

19/8/2025

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Tiefblick aus dem oberen Teil der Route
Egal, ob man klettern will oder einfach nur den Kontrast aus wilder Landschaft und den engen Gassen des bis fast an die Wände heranreichenden Dorfes genießen will: ein Besuch von Riglos lohnt immer. Als ideale Kennenlerntour bietet sich der Camino del Cielo an, eine leichte Wanderung um die bis über 250m hohen, teilweise extrem steilen bis überhängenden Haupttürme aus eigentümlich gefärbtem Konglomerat. Man hat zunächst die Südwände im Blick, geht um den etwas abseits liegenden Mallon de Colorado herum und erreicht am Mirador Bentuso den höchsten Punkt (1039m). 
​​Über ein breites Tal führt der gute Weg unter den nicht weniger beeindruckenden N-Wänden der Hauptgruppe der Mallos und dem etwas isoliert dastehenden Riesenzapfens des Firé zurück nach Riglos. Am Schluss geht man direkt unter den hier extrem steilen Wänden des Puro entlang. Nun hat man auch als Kletterer etwas mehr Überblick über die Lage der Sektoren und tut sich bei der Routenauswahl deutlich leichter. Begleitet wird man auf der etwa zweistündigen Wanderung von den hier (trotz oder wegen der Kletterer) in großer Vielzahl durch die Lüfte schwebenden Gänsegeiern. Vogelschutz in Spanien benötigt scheinbar keine Verbote und funktioniert trotzdem besser. 
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Kurze Zustiege!
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Schon ungewohnt
​Ideale Zeit dürften wohl Frühling und Herbst sein. Wir waren im August dort (heftige Waldbrände in den eigentlich eher kühlen und feuchten Picos de Europa zwangen uns dazu) und haben die Zeit dort auch genossen. Gut, dass noch ein uralter "Klettern am Mittelmeer" Führer im Auto lag ... Wenn man mit Sonnenaufgang, der ja so weit im Westen Europas erträglich spät ist, einsteigt, kann man in den Südwänden fast bis mittags im Schatten klettern. Oder man entscheidet sich für die Nord- oder Westseiten. Und wenn’s wirklich zu warm wird, sind die Hochlagen der Pyrenäen nicht weit. Auf jeden Fall auch für Durchschnittskletterer einen Besuch wert, wenn man sich im alpinen 6. Grad  wohl fühlt.
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Grober Routenverlauf
​Charakter: Vermutlich eine der leichtesten Routen in dem Bereich und damit eine dankbare Kennenlerntour. Wer Konglomeratkletterei nicht schon vom Montserrat oder aus Meteora kennt, braucht sicher erst mal ein paar Seillängen, um diesen eigentümlichen Fels einschätzen zu können und das nötige Vertrauen zu gewinnen. Oft hart und zuverlässig wie Waschbeton, schauen die Wände doch meist aus wie eine Kiesgrube. Der etwas geneigtere, gut mit Bohrhaken als Zwischensicherung und an den Ständen abgesicherte Pfeiler, ist deshalb wohl schon für Generationen von Kletterern die erste Kontaktaufnahme mit Riglos gewesen, was man manchen Griffen auch anmerkt. 
​Trotzdem eine wunderbare Kletterei mit sehenswertem Tiefblick aufs Dorf. In dem Bereich liegen mehrere Routen nahe beieinander; wenn‘s deutlich schwieriger wird, ist man vermutlich in einer der benachbarten Touren gelandet. Teilweise dezent mit  Pfeilen markiert. Dennoch keine Plaisirtour, denn wenn's leichter wird, kann der Hakenabstand schon mal groß werden.
Talort: Riglos, 678m; gebührenpflichtiger Parkplatz am Ortseingang (620m, derzeit, d.h. 2025, günstige €3,- pro Tag, Wohnmobile etwas teurer). Hilfreich ist das Refugio im Ort, wo man neben übernachten, essen und trinken auch ein Tourenbuch einsehen und diverse Führerliteratur kaufen kann. Außerdem trifft man immer jemanden, der was weiß. 
Zustieg: Viel kürzer geht’s nur selten! Durch den Ort zur Kirche direkt unter den Südwänden und auf Steig unter die Wand (vgl. Wandbild). Einstieg direkt am Beginn der Kante dieses rechten Anhängsels des wuchtigen Pisón, ca. 700m
Wandhöhe: ca. 150m
Kletterlänge: ca. 170m
Schwierigkeit: 2 Überhänge 6+, ein paar Stellen 6-/6, ansonsten sehr anhaltend im 5. Grad, nur ganz am Ende etwas leichter. Den 6. Grad sollte man sicher vorsteigen und auch keine Schweißausbrüche bekommen, wenn der letzte Haken mal 6 oder 8 Meter weg ist.
Material: Normale Alpinkletterausrüstung, 10-12 Expressen und 60m-Doppelseil (Abstieg!). Klemmzeug und ein paar Schlingen kann man zur Gewissensberuhigung an den Gurt hängen, falls man glaubt mit den vorhandenen Bohrhaken nicht auszukommen. Gelegentlich könnte man schon zusätzlich was legen oder fädeln, aber sicher nicht oft und nur mit einem guten Blick für die Placements.
Route: Gutes Topo im Kletterführer „Escalada en los Mallos de Riglos“ von Felipe Guinda im Prames Verlag (spanisch). Auf Französisch findet man auf https://www.camptocamp.org/routes/136221/fr/mallos-de-riglos-macizo-del-pison-espolon-del-adamelo viele nützliche Informationen.
​1. SL: Herrliche, erstaunlich raue Kletterei an oft großen Henkeln (bzw. Kieseln) über ein paar kleinere Bäuche entlang der breiten Kante. 6-, 35m
2. SL: Etwas speckiger Doppelwulst, 6+ oder 6/A0, 10m
3. SL: Genussreiche, steile Henkelkletterei. 5, 15m
4. SL: Links der Kante an guten Griffen über glatten Wulst (6), dann leichter an der Kante weiter. 6, 20m
5. SL: An und rechts der Kante weiter. Kurz vor dem Stand müssen noch zwei leichtere Bäuche überklettert werden. 5, 35m
​6. SL: An oder knapp neben der Kante weiter. Die Route sucht sich den Bereich mit dem besten Fels, der hier neben der Ideallinie schon mal leicht brüchig sein oder hohl klingen kann. Bei Zwischenstand gerade weiter, bei blauem Pfeil mit „AD“ daneben ein paar Meter auf Band nach rechts. Dann gerade zu Baum und weiter zum letzten Stand. 4+, 55m
Wer auf den Pisón will: Eine leichte, spärlich abgesicherte SL (3-4) führt zum Sattel, von wo die „Normal“ in 3 SL (5-, 5-, 6-) durch die Ostwand auf den Gipfel des Pisón führt.
Erstbegeher: U. Abajo & J. Ibarzo, 1965
​Abstieg: Wer keine Ambitionen verspürt in vier weiteren SL dem Pisón aufs Dach zu steigen, der braucht vom 6. Stand nur nach rechts dem Steig zum bereits sichtbaren Drahtseil zur 1. Abseilstelle folgen. Von dort 25m in die Schlucht, weiter dem Drahtseil und sogar ein paar Eisenklammern nach zum nächsten Abseilstand. Entweder 30m abseilen und erneut einem Drahtseil entlang (steil!) zum letzten Abseilstand oder gleich 50m bis knapp vor diesen Stand fahren. Von hier beeindruckend freihängend 60m hinunter zum Wandfuß, den man in der Nähe des Einstiegs erreicht.
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