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Kenzenkopf, Ammergauer, 1745m, S-Wand „Besser leben mit M.“, 6 SL, 7/7+ (oder 6/A0.)

8/8/2025

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3. von 6 wunderschönen Längen
Charakter: Super Tour in bestem, rauen Fels mit idealer Linienführung, kurzen Seillängen und extrem guter Absicherung. Die Kletterei ist sehr abwechslungsreich: steile Platten, Risse, Piazstellen, griffige Überhänge und Verschneidungen. Kompliment an die Erschließer, in diese von unten eher unscheinbar wirkende Wand so eine schöne Tour zu legen. Ihr habt uns einen schönen Klettertag beschert. Bei sonnigem Wetter kommt fast schon Südfrankreichfeeling auf. Einziger „Fehler“: leider ist nach 6 SL Schluss und die beiden anderen Routen in diesem Bereich sind deutlich schwieriger. 
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Krähe und Geiselstein bei der Auffahrt
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Durch die Gasse Richtung Kenzensattel, Blick auf die untere Südwand
​An sich ein gutes Herbstziel, aber zu spät im Jahr muss man sich auf kalte Finger einstellen, da die Wand dann leider im Schatten der deutlich höheren Hochplatte liegt. Hilfreich: AV-Karte BY-6, Ammergebirge West – Hochplatte …“ Unterwegs mit K. Metterlein, von dem auch ein Teil der Fotos stammt.
Talort: Halblech, 821m; Parkplatz „Kenzenhütte“; Abzweig von der B17 beschildert
Zustieg: Faule fahren mit dem Kenzenbus zum Wankerfleck (wenn er im Spätherbst noch fährt), alle anderen mit dem MTB erst flach auf geteerter Forststraße dem Halblech entlang bis zur Reiselsbergbachbrücke. 
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Grober Routenverlauf
Ab dort entweder weiter der nun teilweise steilen und vom Kenzenbus benutzten Teerstraße bis zur Kapelle am Wankerfleck (1148m) oder, schöner und nur 0,5km länger, auf guter und wenig frequentierter Forststraße ins Lobental. Am Lettenfleck, kurz hinter dem zweiten Stausee, links sehr steil hinauf zum unteren Ende des Wanker Flecks, wo man wieder auf die Teerstraße trifft. Von der Kapelle auf der nun ungeteerten Straße wieder etwas steiler zur Kenzenhütte, 1294m. 11km, 470hm, ca. 60 Minuten rotpunkt (also ohne Akku). Nun dem markierten Wanderweg Richtung Kenzensattel folgen. Vorbei an der vorderen Südwand mit den älteren Routen und an geeigneter Stelle über Gras und Schutt steil zum Einstieg an der oberen Südwand, der sich knapp rechts der Gipfelfalllinie befindet (ca. 1600m, weitere 30-40 Minuten).​
​Wandhöhe: 110m
Kletterlänge: 130m
Schwierigkeit: Je 1 Stelle 7/7+ & 7, ansonsten sehr anhaltend zwischen 6 und 7-.
Material: Normale Alpinkletterausrüstung, 15 Express (wenn jeder BH geklinkt wird) und 60m-Doppelseil (falls zügig abgeseilt werden soll). Ansonsten reicht auch ein Vollseil, Länge je nach Abstiegsoption. Der Schnellabstieg erfordert gutes Schuhwerk, sonst überholt man sich selbst!
Route: Gutes Topo im Panico Kletterführer „Ammergauer Alpen“ und auf der Homepage des Erschließers (https://www.allgaeu-plaisir.de/besser-leben-mit-m-am-kenzenkopf/). Ergänzungen überflüssig. Vom letzten Stand über den O-Grat zum nahen Gipfel (Stellen 2, teilweise ausgesetzt, mittlerweile existieren auch hier ein paar BH). Heute die 54. Begehung (glaube ich) ins Wandbuch eingetragen. Vgl. auch https://www.youtube.com/watch?v=ueW_ExtDx3w. 
​Erstbegeher: P. Schwarzmann, C. Runzer, U. Schneider, W. Knott, 2021
Abstieg: Am schnellsten über den Ostgrat zum Gipfel (s.o.) und über den leichten Normalweg Richtung Kenzensattel. Falls man nichts am Einstieg liegen hat am bequemsten über diesen zurück zum Radl. Ansonsten gibt es einen weglosen Schnellabstieg, der von der ersten Scharte nach dem Gipfel links unter den plattigen Südwänden über Steilgras und Schutt zurück zum Einstieg leitet. Alternativ kann über die Route auch abgeseilt werden. Mit 60m-Doppelseilen geht’s angeblich auf 2 Mal. Wahrscheinlich auch nicht schneller als der Schnellabstieg, außerdem gehört der Gipfel einfach dazu. Wenn der Grat nass oder gar verschneit ist, sicher eine sinnvolle Option.
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