Der Flaschenhals selbst erfordert aber absolut sichere Bedingungen, auch die steilen Hänge darüber müssen stabil sein (ostseitig, weichen schnell auf). Wir hatten perfekte Frühjahrsbedingungen mit tragendem Deckel und ein paar Brösel Neuschnee darauf bis zum Seejoch, 30cm lockeren Pulver in den Gipfelhänge und das Glück, rauf und runter die erste Spur in den nordostseitigen Aufstieg legen zu dürfen. Es kam auch keiner mehr nach. Da der Neuschnee anscheinend völlig ohne Windeinfluss gefallen war und mit der Unterlage gut verbunden war, stellte sich diese oft gefährliche Schlüsselstelle der Tour heute völlig problemlos dar. Talort & Ausgangspunkt: Parkplatz bei der T Zürsersee-Bahn, Ortsmitte von Zürs, ca. 1700m. Route: Von der Talstation der Zürsersee-Bahn, ca. 1700m über die Pisten beliebig Richtung Seekopf; möglichst nah an den Ostwänden der Hasenfluh bleiben (Piste 151, wenn noch nummeriert). Nach und nach taucht der Durchschlupf auf die Gipfelfläche auf. Kurz unter dem Seejoch auf etwa 2150m das Schigebiet links verlassen und über kuppiertes Gelände auf den Flaschenhals zu. Gern eingeweht, im Frühjahr schnell aufweichend, da von Beginn an in der Sonne. Auch wegen möglicher Rutsche, Stein- und Eisschlag sollte man früh dran sein und diesen Bereich zügig hinter sich bringen. Bei idealen Bedingungen und geschickter Routenwahl lassen sich die 100 steileren Meter mit wenigen Spitzkehren überwinden, bis man links raus in flacheres Gelände queren kann. Bei hartem Schnee bleibt nur stapfen, vielleicht sogar mit Leichtsteigeisen. Die Lawinenverhältnisse müssen so oder so passen. Ob man sich nun für den Kreuzgipfel, für den etwas höheren Hauptgipfel oder beide entscheidet – der Abschluss bietet einen herrlichen Panoramaaufstieg mit beeindruckenden Wächtengirlanden über den senkrechten Westwänden. Abfahrt entlang der Aufstiegsroute. 850hm-Runde mit fast allen Expositionen. Mit etwas Glück hat man Pulver und Firn direkt hintereinander.
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Juli 2026
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