Die Lawinenlage sollte man aber bei Zustieg und Kletterei gut im Blick haben. Gute als Alternative zu den momentan überlaufenen „Händen des Teufels“, die man dann am Nachmittag gut anhängen kann – ohne Bremser. Letztere ist heuer extrem eingepickelt und dadurch deutlich weniger anspruchsvoll (max. WI 4) als die nominell leichtere „Weißbierdusche“, was man auch daran erkennt, dass sowohl die Seilschaft vor wie auch nach uns bereits nach wenigen Metern in der 1. SL aufgegeben haben. Zugang: Von Tölz über Lenggries zum Sylvenstein und rechts weiter Richtung Vorderriß. 6km nach der Abzweigung auf dem Staudamm rechts an der „Geschiebesperre“ parken (773m; gebührenpflichtig). Ein paar Meter auf der Straße weiter Richtung Vorderriß, bis man links einem Karrenweg fast parallel zur Straße etwa 500m durch den Hochwald folgt. Am Schluss in Linksbogen vorbei an einem Hochstand in eine markante, latschenfreie Reißen, der man vorbei an P. 916,7 folgt, bis fast an deren Ende unter den Schrofenwänden des Grammersbergs. Depot in kleinem Sattel zwischen den Wänden und einem Latschenkopf (ca. 1080m). Östlich etwa 30hm zur 1. Stufe; vom Depot nicht sichtbar. Nicht von den Spuren zum „Grammersberg Eisfall“ irritieren lassen; länger und mühsamer. Bei halbwegs ausreichender Schneelage mit Schi sehr empfehlenswert: angenehmer im Zustieg und recht schöne Abfahrt als Zuckerl. Schwierigkeit: 2 Passagen WI 4/4+, Stelle M5 (Stand 01.02.2026) Länge: 165m sichern (3-4 SL); die folgende Rinne und den Expressausstieg sind wir seilfrei gegangen (Stand 01.02.2026). Ca. 250hm.
1. SL: Über den erst flachen, dann steileren Fall (WI 4) in breiten Kamin. Über schlonzig-glatten Fels zu Eisglasur raufspreizen (Cam, schlechte rote Schraube, zusammengebrochene, kurze Säule) und Schraubenstand unter der nächsten Stufe. 40m, WI 3, M5 3. SL: Über die kurze Stufe (WI 3+) ins Bachbett und über dieses weiter, teils über leichte, kurze Stufen (WI 2), teils stapfend zu Schraubenstand unter der längsten Stufe. 70m, WI3+ 3. SL: Über die anfangs flache (WI 3), am Schluss aufsteilende Stufe (direkt WI 4+, rechts schauts leichter aus) zu Stand an Schraube und fixer Schlinge. 55m, WI 4+ Seilfrei durch Bachbett bis unter die steile Abschlusswand. Bei Eismangel rechts über Rinnensystem (oben die rechte nehmen) teils unangenehm auf Latschenrücken. Erstbegeher: Sebastian Brandhofer, Tobi Heiß („Express“) bzw. Sebastian Brandhofer, Maxi Döbler, Simon Ehrtmann („Direkt“) an zwei Tagen im Februar 2021 Abstieg: Vom Ende des „Expressausstiegs“ quert man westlich durch die Latschen auf einen Wald-Latschenrücken. Über wenig ausgeprägte, kurze Schneisen leicht linkshaltend zu einem markanten Absatz, von dem links eine flache Schlucht ins Kar zieht. Schlingenstand an Latschen. 45m flach abseilen (max. M2) zu Stand an NH & BH auf der linken Seite (wenn man Richtung Tal schaut). 60m weiter, meist flach durch die Rinne abseilen. Am Schluss kleiner Überhang/Eisstufe (2 BH). Durch die Rinne absteigen, bis kurz über dem Kar bei einer kleinen Steilstufe rechts ein einzelner BH auftaucht. 20m abseilen (bei viel Schnee nicht nötig) und rechts zurück zum Depot. Rest wie Zustieg.
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