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Grammersberg, Karwendel, ca. 1150m, „Sperrenfall“, WI 5; bis zu 11 SL

8/2/2026

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Bild
7. SL, linke Variante, 1. Schlüsselstelle
Charakter: Interessante, relativ lange und abwechslungsreiche Kletterei. Kurze, leichte Stufen am Anfang, in der Mitte ein langer, fetter Eisschlauch und zwei anspruchsvolle 5er Längen, die man aber etwas leichter umgehen oder, ganz oben, einfach weglassen oder auch etwas leichter umgehen kann. Wenn unten Eis fehlt, kann man an einigen Stellen höher vom rechts begrenzenden Rücken einqueren; fehlt das Eis oder die Lust weiter oben, gilt dasselbe, nur anders rum. Ein- oder ausqueren geht ohnehin relativ oft.
Bild
Beginn des Grabens; das Mauseloch haben wir im Abstieg begangen
​Nach der ersten Schlüsselstelle folgt bei wenig Eis (wie heuer) eine anspruchsvolle Mixedpassage (etwa M4), wenn man der Linie im Topo folgt. Lange Rede, kurzer Sinn: eine maximal flexible Tour mit extrem kurzem Zustieg. Nur die Lawinenlage, die sollte man im Blick haben.
Zugang: Von Tölz über Lenggries zum Sylvenstein und rechts weiter Richtung Vorderriß. 6km nach der Abzweigung auf dem Staudamm rechts an der „Geschiebesperre“ parken (773m; gebührenpflichtig). 
​Ein paar Meter auf der Straße zurück Richtung Fall und bei einer kleinen Brücken fast gegenüber vom Parkplatz in den Graben. Teils im, teils links (verklaust) des Grabens wenige Minuten zur ersten, kurzen Stufe. Sensationelle 5 Minuten!
Schwierigkeit: 1 Passagen WI 5-, eine Stufe WI 4, im linken Ausstieg WI 5, (Stand 08.02.2026)
Länge: 560m bis zu 11 SL, wenn man alle sichert. 
Material: Schrauben (auch kurze und ganz kurze) je nach Sicherheitsbedürfnis; 60m Doppelseil (Abstieg!) und das übliche Eiszeug. Kein Fixes Material in der Route, auch Stände müssen teils an Schrauben, teils an Bäumen meist selbst gebastelt werden. Bei wenig Eis und Mixedambitionen ggf. ein paar Cams, NH, etc.
Route: Gutes Topo auf https://storage.e.jimdo.com/file/6b7e37f0-d256-4658-9458-de9801a5af65/Sperrenfall.pd
​Ergänzungen zum Topo:
1. -3. SL: Nur kurze Stufen im Wechsel mit Gehgelände. Ggf. auch gut seilfrei machbar, momentan eh kaum noch sinnvoll absicherbar. Teilweise bereits sehr dünnes, hinterspültes Eis, die 1. Stufe ist schon in den flüssigen Zustand übergegangen.
4. - 6. SL: Langer, dicker und nach oben etwas steiler werdender Eisschlauch. Herrlich zu klettern. Gut auf 2 SL machbar (je 50-60m). Gute Standmöglickeit an einer Verflachung.
​7. SL: Kurzer Vorhang, entweder links hinauf (senkrecht, WI 5) oder am rechten Rand (WI 4), noch über leichte Stufe und Stand an Baum oder im Eis unter Verzweigung.
8. SL: Die im Topo beschriebene WI 4+-Stufe existiert heuer nicht. Bei einer Begehung am 06.02. mit viel Fels und wenig Eis geklettert. M4-Wulst, Gehgelände und M4+ Aufschwung, dann leichter. In langer links–rechts-Schleife über kurze Stufe (WI 3) und Stapfgelände umgehbar. Am Schluss rechts durch Latschen in die ursprüngliche Rinne zurück.
​9./10. SL: Herrliche, etwas längere Eisstufen, max. WI 3, bis unter das senkrechte bis überhängende, kurze Abschlusswandl.
11. SL: Ganz links des Zapfenvorhangs hat sich eine dünne Eisglasur gebildet. Gerade hoch und Latschenstand (WI 5, unten schwer absicherbar; Begehung durch Steffi Feistl am 06.02.2026) oder, wie im Topo, rechts auf Band ums Eck und über kurzen Aufschwung (WI 4) zu Latschenstand.
Erstbegeher: ???
​Abstieg: Vom Ende 20m auf das Band unter dem Abschlussriegel abseilen; am Ende des Originalausstiegs Abseilschlinge an Latsche. Horizontal nach rechts (Westen) durch mehr oder weniger dichte Latschen queren, bis man eine teilweise steile Gras- und Schrofenrinne imm Wald erreicht. In dieser, an ein paar steileren Stellen links oder rechts ausweichend relativ gerade ins Bachbett mit dem Zustieg und zurück zur Straße. 20 Minuten.
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