Der Automat steht gleich hinter dem Hotel und kann mit CHF, € oder der EC-Karte gefüttert werden. Ein 24-Stunden-Ticket gibt's für moderate 5 Franken, wer auf einem der beiden für’s übernachten freigegebenen Stellplätze im Auto schlafen will zahlt 20 Franken. Charakter: Schöne, lohnende und eher kurze Frühjahrsschitour auf einen kleinen, aber sehr aussichtsreichen Gipfel (Titlisgruppe, Sustenhorn, Winterstock, Finsteraarhorn und Schreckhorn zeigen sich von ihrer besten Seite). Trotz der geringen Höhe bewegt man sich sogar noch auf einem Restgletscher (Steilimigletscher). Insgesamt recht wilde, eindrückliche Landschaft mit noch gut ausgeprägten Spaltenzonen und Seracs gegenüber an Sustenhorn und Tierbergen. Die früher etwas tiefer angesetzte Querung vom Steilimigletscher rechts hinaus auf die Gipfelhänge ist derzeit nur schwierig möglich und schaut nach unangenehmem Gelände aus. Man muss nun die Querung etwas höher ansetzen und dabei eine kurze, etwas ausgesetzte Kletterstelle an guten Griffen (ca. 2) überwinden. Mit Schi am Rucksack angenehmer als in der Hand. Bei Frühjahrsbedingungen sollte man nicht zu spät dran sein (im Couloir ist man sonst Zielscheibe von herunterkugelnden Steinen und Schneerutschen), ansonsten besser nur aufs Joch gehen. Vollständige Tourenausrüstung inklusive Lawinenequipent nötig. Gletscherausrüstung hatten wir nicht dabei, vorsichtshalber aber Leichtsteigeisen. Ausgangspunkt: Großer Parkplatz am Ende der Mautstraße (Umpol) ca. 2080m; auch Beginn des Sommerwegs zur Tierberglihütte. Route: Vom Parkplatz über die Eisenbrücke des Steinlimibachs und erst flach ins gleichnamige Tal. Teilweise durch eine Art Kanonenrohr (oder, pazifistischer ausgedrückt eine Biohalfpipe) geht’s dann etwas steiler weiter, bis sich am Fuß des NO-Sporns des Vorder Tierbergs das Gelände weitet. Kurz vor der Steilimi rechts in eine Steilrinne zwischen einem markanten Turm links und einem Vorgipfel des Gigligstocks. Dort, wo die Rinne schmal und steil wird zieht rechts ein Felsband leicht ansteigend zu den Gipfelhängen. Mehrere Steinmanndl weisen den Weg. Bei sehr viel Schnee geht's wohl auch mit Schi. Eine kurze Stelle erfordert etwas ausgesetzte Kletterei im 2. Grad. Die Griffe und Fels sind zwar gut, aber so ganz locker läuft man mit den klobigen Schistiefeln auch nicht drüber. Ausrutschen sollte man besser nicht … Nach diesen etwa 30 Metern kommen die Schi vom Rucksack wieder an die Schi und man kann die letzten 200hm in Angriff nehmen. Erst eher rechts haltend kommt man in eine Mulde unter dem Gipfel … …und vermeidet den steilen Gipfelhang, indem man links hinaus zum Südgrat quert, der einen bequem zum höchsten Punkt bringt. Erstaunlicherweise waren wir an diesem wirklich schönen Samstag die einzigen hier. Abfahrt entlang der Aufstiegsroute. Bei Lust und gutem Schnee kann man im Kar unterhalb der Steilrinne noch einmal anfellen und der Steinlimi bzw. der etwas höher gelegenen Biwakhütte (geschlossen) einen Besuch abstatten. 820-1000hm.
0 Comments
Leave a Reply. |
Kategorien
Alle
Archiv
Juli 2026
|