geiselstein.com
  • Blog
  • Touren
  • Erstbegehungen
    • Alpinklettergarten Scharnitzsattel
    • Blasigskopf
    • Gehrenspitze
    • Grieskopf
    • Grünstein
    • Große Schlicke
    • Hinterautal/Im Verbrennten
    • Karleskopf
    • Kraspestal
    • Krinnespitze
    • Leonhardstein
    • Muttekopf
    • Namibia
    • Pirchkogel
    • Rossstein
    • Schafkar
    • Sonnenspitzl
    • Strindenkopf
    • Tratenköpfl
    • Westlicher Geierkopf
    • Zwerchenwand
  • Topos
  • GPX-Daten
  • Hohe Berge
  • Über uns
  • Kontakt

Dreitorspitzgatterl, 2366m, Leutascher Dreitorspitze, 2689m & Frauenalplkopf, 2354m Wetterstein

26/4/2026

0 Comments

 
Bild
Leutascher Dreitorspitze von den Idealhängen am Leutaschplatt
Ausgangspunkt der langen und sehr anspruchsvollen Tour ist der Wanderparkplatz hinter Schloss Elmau, 1010m. Mit dem MTB (mit reinem Wadlantrieb) erst flach am Kalten Bach entlang, Schnee spielte auch in diesem kalten Loch keine Rolle mehr. Nach dem ersten, langen Stich kamen auf 1170m ein paar Schneefleckerl, aber die Straße war noch weitere 2,5km aper. Auf etwa 1400m war dann aber Schluss mit fahren, auch wenn es im Nachhinein schlauer gewesen wäre, das Radl noch ein paar Meter weiter bis zur Abzweigung der Schachenstraße mitzunehmen. 
Bild
Der frühe Vogel fängt den Firn: Tag wird’s überm Angerl Loch
​Radl an Felswandl geparkt und weiter mit Schi. Nach einer längeren aperen Stelle war bald die flache und auch nicht mehr überall schneebedeckte Wiese vor der Wetterstein Alm (1464m) erreicht. Etwas steiler und schlagartig gut eingeschneit geht es etwa entlang des Sommerwegs Richtung Schachentor über einen steileren Hang in das flache Hochtal der „Nadel“. Über fast schon liebliches Almgelände läuft man direkt auf die beeindruckenden Wetterstein Nordwände zu. Erst dort, wo der Sommerweg geradeaus zum Schachentor zieht, biegt man links entweder in ein deutlich steileres Kar unter dem Hirschbichl ab …
​… oder, falls dieses lawinenübersäht ist, über den lichten Waldrücken rechts daneben, bis man das Kar unter der Hirschbichlschlucht erreicht. Nach einer letzten, flachen Stelle auf etwa 1750m zieht sich diese Schlucht (eigentlich eher eine Steilflanke) immer gacher und enger zusammen. Kurz unter der Stelle, wo bei weniger Schnee auf etwa 1900m Drahtseile über den plattigen oder vereisten Fels helfen, kommen die Schi im 40-50° steilen Gelände am besten an den Rucksack.
​Im steilen, harten Firn (Helm, Steigeisen und Pickel!) geht es heuer mühelos hinauf in das von wilden Wänden umrahmte Hochkar des Angerl-Lochs, das man bei einer Einsattelung auf einer Art Moräne auf ca. 2060m erreicht. Rechtshaltend eine Senke umgehend über Südhänge zum Frauenalpl und links über eine steile Rinne zur nahen Meilerhütte am Dreitorspitzgatterl, 2366m. Die oft abgewehte, nordwestseitige Rinne dort hinauf war heuer komplett und tief verschneit.
​Von dort lässt sich in wenigen Minuten die steil ins Angerl-Loch abbrechende Westliche Törlspitz besteigen. Dazu war heute aber keine Zeit. Da der Schnee im unten steilen Hüttenhang hinunter aufs Leutaschplatt noch prügelhart war, verzichtete ich auf diese 190hm Abfahrt und querte nur leicht fallend entlang des Barthwegs unter dem Bayerländerturm durch hinüber aufs Platt (spart etwa 100hm). Auf etwa 2270m fellte ich noch vor Sonnenaufgang an. 
​Ein richtiger Traumtag brach an. Über die weiße Landschaft des Leutaschplatts geht es weiter, immer in einem Tälchen unterhalb der Dreitorspitzen entlang, bis sich auf etwa 2500m die markante Schneerinne auftut. Nach guter Abstrahlung über Nacht trug auch hier der Harschdeckel einwandfrei. Nur eine alte Spur von der Leutasch herauf war zu sehen, und das bei derart guten Bedingungen! Über die ca. 40° steile Schneerinne ist bald die Scharte südlich P. 2650 erreicht. 
​Kaum steigt man über die Wächte, erweitert sich das Panorama enorm: zusätzlich zum Karwendel sieht man jetzt die Reintalumrahmung und das ganze Vorland. Die Schi durften heuer bis zum Gipfel mit, da der sonst schrofige Bereich komplett eingeschneit war. Ganz allein hatte ich den Gipfel für mich– samt Endlospanorama. Nur schade, dass das jedes Jahr bedenklich schräger stehende Gipfelkreuz den Kampf gegen die Schwerkraft verloren hat und leider umgefallen ist. Bei bestem Firn ging‘s durch die Rinne und das anschließende Platt soweit hinunter Richtung Leutasch, bis der Schnee schlechter wurde. 
Das war dann auf etwa 1950m der Fall (Bachbett oberhalb der Berglenklamm in der Nähe der Schäferhütte unterm Musterstein); anfellen und weiterhin in völliger Einsamkeit unter den beeindruckenden und staubtrockenen Südwänden des Mustersteins zurück ins Dreitorspitzgatterl. An der alten Meilerhütte angekommen warf ich einen kurzen Blick in unser Sektionsschmuckstück und begann nach einer kurzen Pause die immer wieder spannende und wilde Abfahrt. Im Angerlloch lachte mich noch die Firnrinne auf den Frauenalplkopf an. 
​Aus der oberen Senke (ca. 2150) ging‘s steil hinauf in die Scharte zwischen Frauenalplspitze und –kopf und rechts zum schönen Gipfelkreuz. Bis zur Moräne und noch etwas weiter war der Schnee firnig bzw. hart und griffig. Der steilste Bereich war teils eisig, teils felsdurchsetzt, so dass auch bei der Abfahrt auf etwa 70hm die Leichtsteigeisen zum Einsatz kamen. In guten Wintern komplett fahrbar. Danach folgten gute Firnhänge bis zur Wetterstein Alm und etwas Schieberei zur Schachenstraße. Nach einer aperen Tragestelle war bald das Radl und somit auch Elmau erreicht.
Bild
Wettersteinalm
​Technisch und konditionell sehr anspruchsvolle Schitour mit etwa 1400hm zur Meilerhütte, 4-500hm zur Leutascher Dreitorspitze und mindestens 180hm Gegenanstieg zurück zur Hütte; wenn auf dem Leutaschplatt gute Schneebedingungen herrschen und man sich nicht bremsen kann schnell deutlich mehr (heute 400hm). Nimmt man noch den Frauenalplkopf mit, gibt’s weitere 200hm on top. Heute kamen insgesamt 2400hm zusammen (Minimum wären knapp 2000hm, mit Motorrad 400-500hm weniger). Absolut sichere Verhältnisse sind unerlässlich, auch Stein- und Eisschlag in der Hirschbichlschlucht und in der Schneerinne sind zu beachten. 
​Helm, Steig- und Harscheisen und Pickel können nicht schaden, helfen aber nur, wenn man damit auch umgehen kann. Die Abfahrt vom Gipfel durch die Schneerinne ist anspruchsvoll, weiter unten durch die Hirschbichlschlucht sogar sehr anspruchsvoll und verlangt einen sehr sicheren Fahrstil im bis zu 40° oder 50° steilen Gelände, das im unteren Teil aufgrund eines Felsabbruchs keinen Sturz erlaubt! Eine gewisse Toleranz gegenüber verbollertem Schnee braucht‘s manchmal auch. Wer den Anforderungen konditionell und technisch gewachsen ist, findet hier eine erfüllende Unternehmung in wilder Landschaft.
Bild
Radldepot an der Schneegrenze
0 Comments



Leave a Reply.

    Kategorien

    Alle
    Bergsteigen Weltweit
    Eisklettern
    Erstbegehungen
    Hochtouren
    Klettertouren
    Mountainbike
    Schitouren
    Winterbergsteigen

    Archiv

    Juli 2026
    Juni 2026
    Mai 2026
    April 2026
    März 2026
    Februar 2026
    Januar 2026
    Dezember 2025
    November 2025
    Oktober 2025
    September 2025
    August 2025
    Juli 2025
    Juni 2025
    Mai 2025
    April 2025
    März 2025
    Februar 2025
    Januar 2025
    Dezember 2024
    November 2024
    Oktober 2024
    September 2024
    August 2024
    Juli 2024
    Juni 2024
    Mai 2024
    April 2024
    März 2024
    Februar 2024
    Januar 2024
    Dezember 2023
    November 2023
    Oktober 2023
    September 2023
    August 2023
    Juli 2023
    Juni 2023
    Mai 2023
    April 2023
    März 2023
    Februar 2023
    Januar 2023
    Dezember 2022
    November 2022
    Oktober 2022
    September 2022
    August 2022
    Juli 2022
    Juni 2022
    Mai 2022
    April 2022
    März 2022
    Februar 2022
    Januar 2022
    Dezember 2021
    November 2021
    Oktober 2021
    September 2021
    August 2021
    Juli 2021
    Juni 2021
    Mai 2021
    April 2021
    März 2021
    Februar 2021
    Januar 2021
    Dezember 2020
    November 2020
    Oktober 2020
    September 2020
    August 2020
    Juli 2020
    Juni 2020
    Mai 2020
    April 2020
    März 2020
    Februar 2020
    Januar 2020
    Dezember 2019
    November 2019
    Oktober 2019
    September 2019
    August 2019
    Juli 2019
    Juni 2019
    Mai 2019
    April 2019
    März 2019
    Februar 2019
    Januar 2019
    November 2018
    Oktober 2018
    September 2018
    August 2018
    Juli 2018
    Juni 2018
    Mai 2018
    April 2018
    März 2018
    Februar 2018
    Januar 2018
    Dezember 2017
    November 2017
    Oktober 2017
    September 2017
    August 2017
    Juli 2017
    Juni 2017
    Mai 2017
    April 2017
    März 2017
    Februar 2017
    Januar 2017
    Dezember 2016
    November 2016
    Oktober 2016
    September 2016
    August 2016
    Juli 2016
    Juni 2016
    Mai 2016
    April 2016
    März 2016
    Februar 2016
    Dezember 2015
    November 2015
    Oktober 2015
    September 2015
    August 2015
    Dezember 2014
    November 2014
    Oktober 2014
    August 2014
    Juni 2014
    September 2013
    August 2012
    August 2007

Powered by Create your own unique website with customizable templates.
  • Blog
  • Touren
  • Erstbegehungen
    • Alpinklettergarten Scharnitzsattel
    • Blasigskopf
    • Gehrenspitze
    • Grieskopf
    • Grünstein
    • Große Schlicke
    • Hinterautal/Im Verbrennten
    • Karleskopf
    • Kraspestal
    • Krinnespitze
    • Leonhardstein
    • Muttekopf
    • Namibia
    • Pirchkogel
    • Rossstein
    • Schafkar
    • Sonnenspitzl
    • Strindenkopf
    • Tratenköpfl
    • Westlicher Geierkopf
    • Zwerchenwand
  • Topos
  • GPX-Daten
  • Hohe Berge
  • Über uns
  • Kontakt