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Cima Capi, Gardaseeberge, ca. 500 m, S-Wand “Settimo Cielo”, 5 SL, 6-; “Regina del Lago”, 4 SL, 6+

26/12/2025

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Herrlicher Kletterei in der 3. SL der „Settimo Cielo“
Im untersten Val di Ledro, gleich nach dem langen Tunnel der Straße Riva-Molina/Lago di Ledro (Parkmöglichkeit links der Straße, gleich nach der Abzweigung nach Pregasina), gibt es in den wenig grimmigen Südwänden der Cima Capi mittlerweile zahlreiche Sektoren. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Routen im 5. und 6. UIAA-Grad, man findet jede Menge Klettergärten, aber auch kürzere Mehrseillängentouren. Die Absicherung ist meist gut bis sehr gut und überwiegend mit BH. Da die Sektoren oft übereinander liegen, lassen sich etliche Routen ohne Zwischenabstieg aneinanderreihen. 
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Frischer Start in Arco
​So kommen zwar einige SL zusammen, das Ganze wirkt aber nicht so ernst, weil immer wieder waldiges Gehgelände zwischen den Sektoren liegt. Einziges Problem bei einer Vielzahl an Wegspuren zu noch mehr Felsen ist die Orientierung. Oftmals sieht man die nächste Wand vor lauter Bäumen nicht. Aber wenn das geschafft ist findet man dort eine lohnende und oft auch leichtere (weil sehr human bewertet) Alternative zu den Klettereien um Arco und im Sarcatal, allein schon der Tiefblick auf den bald 500m tiefer liegenden Gardasee ist den Ausflug wert. 
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Lage und grober Verlauf der Routen
​Die Wände dort sind noch etwas stärker gebändert als beispielsweise San Paolo, was bedeutet, dass man auch während einer Tour immer ein, zwei SL klettert und dann wieder durch den Wald spaziert. Der Fels ist meist gut bis sehr gut und weist eine Unmenge an Schratten, Karren, Löcher und Schwarten auf; alles was die Erosion halt so aus dem Kalk zaubern kann. Wenig los ist da oben aber nicht, denn gerade im Winter scheint die Sonne relativ lang in die höher gelegenen Wandln. Manche Routen weisen schon ordentliche Gebrauchsspuren auf. 
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Ausstieg hoch über dem See
​Ein Pluspunkt ist die Möglichkeit nach der Kletterei auf einen richtigen Gipfel mit 900-Meter-Tiefblick auf den Lago zu steigen. Wenn man aus einer der Routen im obersten Sektor („Re del Lago“ ausgestiegen ist, führt der leichte „Fausto Susatti-Klettersteig“ (B) in etwa 200hm (ca. ½ Stunde) auf den höchsten Punkt. Alles weitere mit sehr detaillierten Informationen (auch die Zustiege) findet man entweder im Kletterführer „Hohe Wände bei Arco Vol. 1“ von Diego Filippi oder einzelne Routen auf bergsteigen.com (sehr genaue, detaillierte Topos). 
​Wir begannen unseren Klettertag etwas zu früh mit der ersten Sonne in der 2. SL des untersten Sektors „Fiori di Primavera“ direkt über der alten Ponalestraße. Diese verlässt man nach Tunnel und Schranken links bei einem Steinfangnetz. Ein oberhalb der Straße querender Steig führt zu den angeschriebenen Einstiegen. Zu der von uns ausgewählten „Settimo Cielo“ quert man nach den ersten Routen noch ein ganzes Stück weiter, etwa 25 Minuten). Bis zu 11 ZH pro SL, keine über 30m. Wunderschöne, nie anstrengende Kletterei über strukturierte Platten mit einem bewaldeten Band dazwischen. 
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Fortsetzung
​Topo auf https://www.bergsteigen.com/fileadmin/userdaten/tour/topo/23309/settimo-cielo-val-di-ledro-topo.png . Im Filippi-Führer etwas schwerer bewertet. Vom Ausstieg linkshaltend auf Steigspuren zum nahen Sektor „Regina del Lago“ (angeschrieben). Im linken Wandbereich sind zahlreiche Klettergärten, die etwas längeren Touren befinden sich ganz rechts. Da heute nichts los war, entschieden wir uns für die oft belegte, namengebende „Regina del Lago“. Traumfels, sehr gut abgesichert aber leider schon etwas abgegriffen.
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Schöne Verschneidung in der 1. SL
​Topo auf https://www.bergsteigen.com/touren/klettern/regina-del-lago-zio-genio-val-di-ledro/ Gut auf 2 SL machbar, dann steht man leider schon wieder im Wald. Da wir schon mal zum Gipfel durchgestiegen sind, verzichteten wir heute darauf und hofften noch auf eine etwas schwierigere Tour im untersten Sektor. Dort war es aber so schattig und zapfig kalt, dass wir diesen Plan fallen ließen und uns je nach Interessenslage eher Weihnachtsplätzchen oder einer schöner Quererei bei Ceniga hingaben. So ließ sich der Tag für alle gut rumbringen.
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