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Averau, Ampezzaner Dolomiten (Falzaregopass), 2649m, SW-Wand „Alverà“, 7 SL/5- & W-Wand “Linker Riss”, 7 SL/5- (?)

6/8/2025

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Averau, W-Wand „Linker Riss“, 2. SL
Charakter: Interessantes Kontrastprogramm aus dem vielbegangenen Klassiker in der SW-Wand mit seinem originellen Quergang und dem nominell gleich schwierigen und doch viel anspruchsvolleren, selten begangenen und sehr spärlich abgesicherten Abenteuerriss in der Westwand. Noch dazu auf einen schönen Berg direkt über Falzaregopass und Passo di Giau. Wir begannen mit der früher in der Sonne liegenden SW-Seite, stiegen über den überlaufenen Normalweg (kurze Klettersteigpassage B/C, zweispurig ausgebaut mit getrennter Auf- und Abstiegsroute, wirklich war!) bis kurz unter die Drahtseilpassage und querten auf einem Steig fallend ums Eck unter die Westwand. 
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Hexenstein von oberhalb des Falzaregopasses
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Am Einstieg der SW-Wand
​Schlagartig herrschte absolute Ruhe und Einsamkeit, und das am gleichen Berg. Der Riss bis zum Riesenband ist steil, länger feucht und muss fast komplett selbst abgesichert werden; einmal im Riss ist die Linienführung eindeutig. Je weiter außen man spreizt, desto schwieriger wird’s. Auf dem Nordgipfel ist man dann vermutlich auch alleine, da der Normalweg über eine Bröselrinne und den brüchigen S-Grat deutlich anspruchsvoller ist. Die Felsqualität ist in beiden Routen gut bis sehr gut, wenngleich auf den Bändern natürlich einiges herumliegt. Insgesamt eine abwechslungsreiche Runde, wobei uns die Westwand besser zusagte, auch die Felsqualität ist dort etwas besser.
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Averau, SW-Wand „Alverà“, grober Routenverlauf und Zustieg (Blick vom Nuvolau, älteres Foto)
​Zustieg: Zur SW-Wand: vom Falzaregopass am besten mit dem Radl auf dem Fahrweg Richtung Averauscharte so weit man sich fahren traut. Wir ließen die Radln nach knapp 2 km auf etwa 2200m stehen, da die Straße dann recht steil und schuttig wird. Weiter über den Wanderweg zur Averauscharte, 2435m, insgesamt ca. 1 Stunde. Auf breitem Weg leicht fallend unter den beeindruckenden S-Wänden durch Richtung Nuvolauscharte. Dort, wo der Weg wieder ansteigt und vor einer großen, nach oben ziehenden Schuttreißen führt eine grasige Schrofenrampe nach links oben in die Felsen. ​Durch eine Kaminrinne (kurz 2-3) und Schutt zum unteren Einstieg (NH). Links an der Wand entlang und rechts auf kleinen Vorbau unter Rinne (Steinmanndl, gefädelte SU, ca. 2480m, weitere 20 Minuten).
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Dolomitenteufelskralle
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Von was leben die? Eine weitere Glockenblumenart
​Alternativ kann natürlich auch vom Passo di Giau mit oder ohne Sessellift zugestiegen werden.
Zur W-Wand: Abstieg über den Normalweg (s.u.) und ein paar Kehren unterhalb des Klettersteigs vor Felsturm links auf die Nordseite. Ein guter Steig leitet leicht fallend zu P. 2386m. Jetzt leicht ansteigend auf Absatz mit großen Blöcken unter der NW-Kante mit ihrem markanten, abgespaltenen Turm. Über kurzen Geröllhang zu Rampe unter dem 2. Riss von links; fixe SU am Ende (15m, 2, ca. 2410m, ca. ¾ Stunde vom Gipfel). Auch hier kann natürlich direkt von einem der beiden Pässe zugestiegen werden.
​Wandhöhe: jeweils +/-170m
Kletterlänge: jeweils ca. 200m auf jeweils 7 Seillängen
Schwierigkeit: Anhaltend im 4. Grad, je eine Stelle im 5. Grad. Im „Linken Riss“ je nach Linie kurz bis 6-. Beide Routen kamen uns im Bernardi-Führer eher streng bewertet vor – Klassiker eben.
Material: Die Stände der „Alverà“ sind meist mit einem rostigen Ring-BH eingerichtet, dazwischen stecken einige NH. Weitere Absicherung, falls nötig, mit Schlingen und Cams (nicht immer gut möglich). Im „Linken Riss“ steckt so gut wie kein fixes Material, auch die Stände müssen immer wieder verstärkt oder selbst gebastelt werden. 
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Alpenmohn
​Ein Satz kleine bis mittlere Cams sollte am Gurt hängen, auch ein Schwung Bandschlingen und offene SU-Schlingen sind sehr zu empfehlen. Zusätzlich zur normalen Alpinkletterausrüstung 50m-Seil(e), 8-10 Express, und stabile Schuhe für Zu- und Abstieg. Tabacco Karte 03 „Cortina …“.
Erstbegeher: „Alverà“: A. Alverà, U. Pompanin, U. Illing & A. Apollonio, 1945
„Linker Riss“: U. Pomarici & R. Vedovato, 1967
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Averau, W-Wand „Linker Riss“, grober Routenverlauf und Zustieg
​Abstieg: Vom Hauptgipfel über den markierten Weg hinunter in den Averaukessel und zum Klettersteig. Über dessen Abstiegsvariante (B/C) und weiter wie oben beschrieben. Vom Nordgipfel über den brüchigen S-Grat und in der 2. Scharte eine Bröselrinne hinunter in den Averaukessel und zum Klettersteig. Viele Steinmanndln. Weiter wie bereits beschrieben.
Route: Ergänzungen zu den Topos in „Klettern in Cortina d’Ampezzo und Umgebung“ von Mauro Bernardi (zur SW-Wand gibt es auch ein gutes Topo auf https://www.bergsteigen.com/touren/klettern/alvera-monte-averau/): 
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Teufelskralle
​Alverà“: 1. & 2. SL: Wir sind den schwierigeren direkten Einstieg links der Originalroute (eher 5+) geklettert und erst Mitte der 2. SL auf die im Topo beschriebene Route getroffen. Vom ersten Band (Zwischenstand) über roten Fels weiter zum eigentlichen Stand. Schaut wilder aus, als es ist.
3. SL: Zum Stand hin schwer abzusichern; im Fall eines Falls würde man auf das Band unterhalb krachen.
4. SL: Der eigentliche Quergang ist definitiv nicht heikel sondern gutgriffig und ebenso abgesichert.
​„Linker Riss“: 1. SL: Wir sind erst an der fixen SU-Schlinge am Ende der leichten Rampe eingestiegen, dann nur 28m; im Riss befindet sich nur eine fixe SU-Schlinge, Stand an NH, kein BH.
2. SL: Auf jeden Fall Stand gleich beim Erreichen des Riesenbandes machen (Block oder NH etwas links).
3. SL: 30m auf dem breiten Band nach rechts gehen, 2 NH am Beginn des 2. Risses.
4. SL: Köpflstand nicht gefunden, nächste SL dazu gepackt und Stand nach 50m an 2 NH.
6. SL: Stand an Cam und Felszacken.
7. SL: Im Gratbereich taucht völlig überraschend ein BH auf. Frühzeitig Stand an Köpfl o.ä. beziehen; wenn man erst mal auf der Gipfelfläche steht, wird’s schwierig.
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Die gibt’s auch, massenweise
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