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Unsere Zeit dort oben, an einem der ruhigsten und einsamsten Orte, die man sich vorstellen kann, sollte noch nicht vorbei sein. Spontan entschieden wir, den einen Schlechtwettertag kurzerhand einfach hinten dranzuhängen. Essen war noch genug da und damit auch Sabrina nicht verhungerte brachte uns Andi eine frische Brotlieferung am Vortag vorbei. Nur welche Tour sollte es werden? Dreimal am selben Berg klettern wird ja auch irgendwie fad und in Anbetracht der terminlichen Verpflichtungen, die wir beide abends hatten, sollte die Tour nicht schwer und gleichzeitig lang sein. Also sprach alles für den Heelzapfen. Dort ist selbst die einfachste Tour zwar schon auch irgendwie hart, aber immerhin nur halb so lang wie gegenüber. Dennoch sollte es ein untypisch früher Start werden, den es an sich für die Tour nicht gebraucht hätte, wenn da nicht die Termine gewesen wären.
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Die Erinnerungen meines 13-Jährigen Ichs sind komplett nicht mehr existent. Also war es durchaus vertretbar, diese Tour ein zweites Mal zu klettern. Nach dem kontinuierlichem Regen am gestrigen Tag, bei dem wir zum absoluten Nichts-Tun verdammt waren (abgesehen von mit nassen Schafen kuscheln und das eigene Fahrgestell wieder irgendwie einrenken, durch den harten Schlafuntergrund), pokerten wir jedoch hoch, dass die Wand einigermaßen trocken sein wird. Bzw. genau in unserem Routenverlauf trocken sein wird.
Nachdem der Zustieg zur Schafgufel bzw. weiter bis ins Parseier Gries mit der Freispitze und dem Heelzapfen ja doch überall als weit bis sehr zeitintensiv beschrieben wurde, fiel die Entscheidung, bereits am Vortag zu starten. So viel vorweg: Wir waren beide positiv überrascht, wie kurzweilig der Zustieg war. Gut zugegebermaßen, wir hatten im Zustieg ordentlich beschissen. Ich bin das erste Mal schwach geworden, bei dem gerade nicht benötigten E-bike, welches daheim rumsteht. Dennoch fühlte es sich falsch an, sich mit dem Moped hochfahren zu lassen. Aber dafür ging es zu Lasten des Radlkomforts, denn das E-Bike war zu klein und auch Sabrina erhielt ein für sie zu kleines, aber dafür leichteres normales Radl. Der Gedanke war, wenn das Radl, welches hinterhergezogen wurde leichter ist, dann müsste der Akku ja weniger leisten und hebt länger? Die Physik dahinter überprüften wir nicht, aber der Akku reichte locker. Zurück zum Zustieg: Wir machten uns allerdings den Weg ab dem Radldepot an der Materialseilbahn der Memminger Hütte mühsamer als nötig...
Dirndl, Mütze, Koppenkarstein, … Die Auswahl ist einfach zu groß. Doch ein Beratungsgespräch später war klar, wenn die Temperaturen passen, es also nicht zu warm ist und wir folglich nicht Grillhendl spielen, dann müssen wir an den Koppenkarstein. Ein zur Tour passender Wetterbericht war schnell gefunden und somit stand das Ziel fest, zumindest für den ersten Tag. Aber alles andere ist dann ein Problem der Zukunft.
Mont Blanc, 4810m, „Arête Intégrale du Brouillard“, Stellen 5, ca. 3500hm auf gut 5km Gratlänge3/8/2026
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August 2026
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