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Aggenstein Ostgipfel 1932m, Tannheimer, N-Wand „Isidor Hacker Gedenkweg“, M5+/10-11 SL

18/1/2026

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5. SL, Schlüsselstelle
Fast genau vor einem Jahr stand die „Haffroute“ am Mittelgipfel auf unserem Programm. Ordentlich lockerer Neuschnee, der Gras, Fels und Eis fast gleich aussehen ließ, und große Kälte machten die Tour damals zu einer sehr anspruchsvollen Unternehmung. Diesmal ganz anders: dank Inversion relativ milde Temperaturen, im unteren Wandteil sogar leicht im Plus. Deutlich weniger Schnee, ein gerade noch gut genug aufgebauter Eisfall und ordentlich durchgefrorenes Gras machten die Kletterei zum Genuss. Insgesamt aufgrund der spärlichen Absicherung aber doch wieder fordernd. 
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Aggenstein Ost- & Hauptgipfel und der „Lange Strich“ beim frühen Zustieg
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Blick auf die westlichen Ammergauer Alpen
​Zwei ähnliche Touren und doch ganz verschieden. Auf jeden Fall eine tolle Winterkletterei, die im Gedächtnis bleibt. Uns hat sie deutlich besser gefallen, als die vom Niveau her ähnliche „Haffroute“. Trotz bester Bedingungen wurde über diese beeindruckende Wand anscheinend der Mantel des Vergessens ausgebreitet, nachdem sie eine Zeitlang relativ angesagt war. Wenn man der Webcam vom Breitenberg her glauben kann, war diesen Winter noch gar nichts los da oben. Schlange stehen am Lüsenser Fernerkogel macht scheinbar mehr Spaß. Auch recht.
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Zustieg, grober Routenverlauf und Abstieg
​Charakter: Anspruchsvolle Winterunternehmung durch eine beeindruckende Wand. Vom relativ geringen Schwierigkeitsgrad soll man sich nicht täuschen lassen: die ideale Route ist gerade bei Neuschnee nicht leicht zu finden, fixes Material nimmt mit zunehmender Höhe ab bis fast gegen Null und die Qualität der wenigen NH ist nicht immer top. Mobile Absicherung ist möglich, aber gute Placements sind nicht dicht gestreut und nicht immer leicht zu finden. Der ein oder andere Gras- oder Normalhaken kann da schon beruhigen. Alle schwierigen Stellen sind somit zwingend frei zu klettern. 
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Spuren zum Einstieg
​Am oft begeisternd fetten Turf sieht man schon, dass diese erstaunlich selten begangene Route als Wintertour erstbegangen wurde (im Gegensatz zur wesentlich felslastigeren „Haffroute“ am Mittelgipfel). Im Vergleich zu ähnlich bewerteten Routen am Rubihorn oder an den Geierköpfen deutlich fordernder. Wenn man die Tour nicht kennt und sich seine Linie selbst suchen und absichern muss, sind 6 Stunden gleich rum. Auch der Zustieg ist nicht ganz kurz, zumindest wenn man ohne Seilbahn oder Motorrad unterwegs ist. Damit man nicht umsonst so weit latscht, gibt die Webcam am Breitenberg einen guten Überblick über die Verhältnisse (https://pfronten.panomax.com/breitenbergbahn). Nur bei LWST 1 einsteigen!!
​Hinunter in den Sattel zwischen Breitenberg und Aggenstein (1635m, St. Magnus Acker), noch kurz weiter Richtung „Langer Strich“, aber bevor‘s steil wird, links ab und unter der NO-Wand queren (Lawinensituation beachten, auch von oben), bis man fast unter dem Eiszapfen der „Steilen Wies“ steht. Schi- und Materialdepot (ggf. eis- und steinschlagsicher in einer Gufel). An der Wand entlang hinunter, bis man nach „A Guats Nuis“, „Punkheitserreger“ und Lumumba“ auf ca. 1650m nach einer kompakten, gelb-schwarzen Wand den Beginn der nach links zum Wasserfall hinaufziehende Rampe erreicht. Einstieg.
Kletterlänge: ca. 380m auf 10-11 SL und bei einer Wandhöhe von etwa 280hm zum Ostgipfel. 
​Schwierigkeit: Stellen M5 und M5+ (manche sprechen auch von M6), recht anhalten M4, 1 SL reines Eis (WI 2-3). Einige der spärlichen NH sind im Winter unter Eis oder Schnee versteckt und somit schwer zu finden. Der Vorsteiger sollte sich in M6 wohlfühlen, aber auch im Nachstieg muss zwingend frei geklettert werden. Mindestens E3.
Material: Übliche Mixedkletterausrüstung, 60m Doppelseil, 10 Expressen, davon sollten einige verlängerbar sein. Satz Cams (Totems 0,5-1,8), 4-5 kurze Eisschrauben, 2-3 Specter Ice Pitons, paar Normalhaken, 1 Snarg/Spiralzahnhaken oder so. Sicherheitshalber eine Stirnlampe für den Abstieg. Ein paar Seilstücke, um altes Material zu verstärken. 
​Route: Gutes Topo im Panico Eiskletterführer „Bregenz bis Garmisch“. Sehr detaillierte Beschreibung auf https://forum.rocksports.de/showthread.php?tid=857.
Ergänzung zum Topo:
1. & 2. SL: Kann man zusammenfassen, dann muss aber der Nachsteiger etwas nachgehen. Immer entlang der ausgeprägten Rampe dem besten Turf folgend. Etliche NH-Stände, NH und 3 Zwischen BH. Der NH-Stand am Ende der 2. SL ist enorm hoch und für Menschen unter 1,75m ohne Tricks wie etwa Pickelklimmzug unerreichbar. 70m, max. M3
​3. SL: Links ins Eis und über den flachen Eisfall aufs nächste Band und links zu NH-Stand. WI2-3, 50m. Nicht von den BH des kreuzenden „Anderl Lindner …“ irritieren lassen, deren Stand ggf. als ZH nutzen.
4. SL: Die Schneerampe nach links und unter Wulst zunehmend schwierigerer Linksquergang (2 NH) auf Absatz. Stand an NH, Fixkeil, Knotenschlinge und Köpflschlinge (=> Verstärken!) M4+, 20m
5. SL: Rechts entweder im Riss unter dem Überhang hochklemmen oder etwas tiefer über Platte eiern (M5+/6-, schwer absicherbar). NH erst nach der Schlüsselstelle. Etwas leichter zu Stand an NH und BH. M5+/6-, 25m
​6. SL: In Rechtsschleife durch steiles Gras zurück in Kaminrinne oberhalb eines Klemmblocks. Zwischenstand an 2-3 NH und 1 Grashaken unter einer senkrechten Grasstufe. M4, 28m
7. SL: Über den senkrechten Grasaufschwung zu Felsriegel (NH), etwas seltsam darüber (M5?) und zunehmend leichter auf das Schneeband. Stand am Baum des Vertrauens. M5, 55m
8. SL: Stapf- und Wühlgelände, gerade hinauf in Schneeausbuchtung unter der Gipfelwand. Stand an 2 NH & fixem Tricam („Anderl Lindner …“) 25m => Variante zur Variante im direkten Originalausstieg.
​9. SL: Rechts über plattigen Steilaufschwung (M4+) zu Rampe, diese mit schwerer Einzelstelle an Riss (M5+) auf Turframpe und leichter zum Stand unter der Ausstiegsrinne. M5+, 60m
10. SL: Rechts zu Baum und die Rinne am rechten Rand (NH) rauf, am Schluss steiler. Stand an 2 NH und einem im Gras versteckten, nicht mehr zu identifizierenden Fixpunkt. M2, 30m
11. SL: Die Rinne weiter, NH, am Schluss links die Gipfelwächte umgehend (M3) zum Ausstieg; kreativer Standplatzbau nötig. M3, 35m
​Abstieg: Vom Ostgipfel, ca. 1932m, nach Westen zum Wanderweg von der Kissinger Hütte hinunter (ca. 1900m). Über den Steig zum Sattel am Beginn des Langen Strichs (ca. 1950m) und über diesen (Lawinensituation beachten!) zurück zum Schlittenparkplatz und Rucksackdepot. Wenn man im Auslauf der Nordschlucht sein Materialdepot hat, seilt man am besten ab (nur bei LWST 1!!). Vom Ostgipfel den Grashang nach Westen zur Scharte vor dem Mittelgipfel, 1885m. 3 BH mit alter und gelber, neuer, langer Schlinge und altem Maillon auf der Westseite der Scharte. 
​50m, anfangs steil, dann Schnee. Vorsicht bei Wächte. Vom nächsten Abseilstand (einzelner BH) durch Felsenfenster (wenn nicht eingeschneit) über Steilstufe 50m in die Schneerinne. Diese absteigen, bis man oberhalb des senkrechten Abbruchs mit dem Monsterzapfen steht. 1 BH mit Karabiner und Maillon etwas oberhalb eines besser sichtbaren NH-Stands. Je nach Höhe des Lawinenkegels (momentan 30m) zum Depot und auf dem Zustiegsweg ins Tal. Kurzer Gegenanstieg auf dem Weg zur Rodelbahn.
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